Straßen meiner Kindheitstage

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Eigentlich wollte ich es nicht mehr tun,
doch sehnsuchtsvolle Wünsche ließen mich nicht ruhn.
Zu den Straßen meiner Kindheitstage zog`s mich hin,
damit auch einer Odyssee Beginn.

 

Wo ich einst mit dem Kreisel spielte,
als Bub, im Wettkampf meinen ersten Sieg erzielte.
Dort ist an gleicher Stell`, kein Platz mehr für die Kleinen,
ein Zustand, man möchte Weinen.

 

In jungen Jahren schon, zur Sauberkeit erzogen,
der Hang zu solchem, scheint heutzutag` verflogen.
Müll aller Art auf Wegen; insbesondere "Raucherkippen",
Hinterlassenschaften, ach so "moderner" Menschentypen".

 

Durch Graffiti an Wänden -angeblich- Kunst,
wird fremdes Eigentum verhunzt.
Unbehelligt ich des späten Abends dort durch die Straßen ging,
erscheint`s mit heut`, als alter Mensch, ein unmöglich Ding.

 

Warst mal meine geliebte kleine Welt,
auch wenn ich mich vor manchen` Problemen fand gestellt.
Nicht wenige Träume ich in deinen Mauern träumte,
die eine oder andere Chance fürs Leben wohl versäumte.

 

Du, so liebe - einstmals - schöne Heimatstadt,
meine Lebensjahre werden knapp.
Nur noch selten zu dir fahre,
in Erinnerung behalte ich, die einst "bewegten" Jahre.

 

 

 

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026
www.gedichtevonhorstmkohl.de 
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