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News 2024

Liebe Besucher*innen und Freund*innen dieser Webseite

Hier finden sie aktuelle Meldungen und News zu dieser Seite, sowie Neuerscheinungen unserer Autor*innen. Neben den literarischen Beiträgen finden sie hier auch Meinungen, Beiträge und Reportagen aus dem aktuellen Zeitgeschehen. Unternehmen Sie mit uns gemeinsam eine Reise durch dieses Jahr.

 

 

 

 

 

 

Juli 2024jpg

 

Es ist einer dieser heißen, himmelblauen Tage, die nach Vanilleeis und Sommer und Zukunft schmecken, einer der Tage, an denen das Herz ohne vernünftigen Grund höher schlägt, und an denen man jeden Eid schwören würde, dass Freundschaften nie enden.


Andreas Steinhöfel in die Mitte der Welt

 

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  jockel

 

Am frühen Morgen des 19. Juli 2004 brach in Hamburg der Verkehr zusammen. Mehr als eine Viertelmillion Menschen strömte im Morgengrauen an die Elbe. Der Grund: Ein Kreuzfahrtschiff lief in den Hafen ein. Die Hamburger standen dicht gedrängt am Ufer, schwenkten Taschentücher und Bettlaken zur Begrüßung, das Schiff antwortete mit wohlig-tiefem Tuten des Signalhorns. Was trieb die vermeintlich kühlen Norddeutschen zu solch kollektiver Euphorie?Was da kam, war freilich nicht irgendein Kreuzfahrtschiff, sondern die QUEEN MARY 2 der Cunard Line. Die Affinität der Hamburger zu England ist groß, aber das allein erklärt nicht, warum gerade in Hamburg Kreuzfahrtschiffe so beliebt sind. Wie kommt es, dass das Kreuzfahrtgeschäft hier so besonders erfolgreich ist?Die Kreuzfahrt ist eine Marketing-Idee aus Hamburg: Albert Ballin, ab 1899 Generaldirektor der angesehenen Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG), hat sie erfunden. 1886 übernahm der aus einfachen Verhältnissen stammende, dynamische und hochintelligente Unternehmer die kränkelnde Passageabteilung der HAPAG. Ballin setzte nicht nur auf das Auswanderergeschäft, sondern auf eine neue Zielgruppe: Seefahrt war in wohlsituierten Kreisen „in“, der Kaiser selbst war der größte Schiffsliebhaber der Nation.Im Sommerhalbjahr reiste man über den Atlantik, im Winter jedoch lagen die teuren Passagierschiffe im Hafen. Deshalb wagte Ballin am 22. Januar 1891 einen Versuch: Er schickte 241 Passagiere auf seinem Flagg-Schiff, der AUGUSTA VICTORIA, zu einer 57-tägigen „luxuriösen Orient-Exkursion“ ins Mittelmeer. Selbst enge Vertraute Ballins meinten, „es sei in seinem Oberstübchen nicht ganz richtig“. Doch Kaiser Wilhelm II winkte persönlich am Kai. Albert Ballin war pfiffig genug, den Abfahrtstermin des Schiffes mit den Reiseplänen des Kaisers in Einklang zu bringen. Die Reise auf dem schwimmenden Rokoko-Palast wurde ein großer Erfolg und ging als die erste Kreuzfahrt in die Geschichte ein.

 

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In den letzten Jahren hat das Interesse an nachhaltigen Lebensstilen und umweltfreundlichen Alternativen in vielen Bereichen unseres Lebens zugenommen, von unserer Ernährung und Mode bis hin zu unserer Art zu reisen. Während wir bemüht sind, unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren, können manche Urlaubsformen unerwartet umweltschädlich sein. Eine davon ist die Kreuzfahrt, die trotz ihres Images als luxuriöser und sorgloser Urlaub, erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Umwelt hat.

Kreuzfahrten, obwohl sie als luxuriöse und idyllische Urlaubsmöglichkeiten dargestellt werden, haben tatsächlich erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt. Eine der größten und bedeutsamsten Auswirkungen ist die Verschmutzung der Meere. Die riesigen Kreuzfahrtschiffe, die die Ozeane durchkreuzen, verursachen durch ihre Abwässer und Abfallentsorgung eine signifikante Meer- und Strandschmutzung. Besonders erschütternd ist, dass viele Schiffe ihren Müll und ihre Abwässer direkt ins Meer leiten, wodurch die Meeresökosysteme erheblich beeinträchtigt werden.

Zusätzlich zu der direkten Verschmutzung durch Abfall tragen Kreuzfahrten auch erheblich zum Klimawandel bei. Die Kreuzfahrtindustrie ist für einen erheblichen Teil der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Ein einzelnes Kreuzfahrtschiff kann pro Tag so viel CO2 produzieren wie eine Million Autos. Dies hat weiträumige und langfristige Auswirkungen auf unser Klima und trägt zur Erderwärmung bei.

Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen der Kreuzfahrten auf die Tierwelt. Die Anker und Abwässer der Schiffe zerstören Korallenriffe und wirken sich direkt auf die Meerestiere aus, viele davon sind vom Aussterben bedroht. Darüber hinaus kann der Lärm, den die Schiffe erzeugen, das Verhalten von Meerestieren stören, was unter anderem zu Problemen bei der Paarung führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kreuzfahrten, trotz ihrer Attraktivität für viele Touristen, schwerwiegende Folgen für unsere Meere, das Klima und die Tierwelt haben.

In Anbetracht der erheblichen Umweltauswirkungen, die Kreuzfahrten und andere konventionelle Reisemethoden verursachen, ist es unvermeidlich, dass wir unsere Reisegewohnheiten überdenken und Überlegungen zur Nachhaltigkeit zu einer Priorität machen. Nicht nur zum Schutz unserer kostbaren Naturlandschaften und Tierwelt, sondern auch zum Schutz unserer lokalen Gemeinschaften, die unter den negativen Auswirkungen des Massentourismus leiden.

Es ist an der Zeit, breiter gedachte und bewusstere Entscheidungen zu treffen. Die Wahl von umweltfreundlicheren Reiseoptionen, wie Ökotourismus, Segelurlaub oder Fahrradtouren, kann einen bedeutsamen Unterschied machen. Und denken Sie daran, selbst wenn es unmöglich scheint, vollständig auf Reisen zu verzichten, können wir immer noch Schritte unternehmen, um unseren Reisekonsum zu reduzieren und unsere Reisen so grün wie möglich zu gestalten.

Ich möchte Ihnen auf keinen Fall ihre schon gebuchte Kreuzfahrt vermiesen, ganz im Gegenteil ich wünsche mir, dass Sie ein tolles Erlebnis haben werden und sich gut erholen. Wissen Sie was, auch ich habe schon zwei Kreuzfahrten mitgemacht und war relativ begeistert von dem Erlebten.

Trotzdem plagt mich hin und wieder auch das Gewissen bezüglich unserer Umwelt, dann kommt aber auch sofort die Frage ist das fliegen wirklich umweltschonender? Ehrlich gesagt ich weiß es nicht, ich habe in diesem Artikel nur mal die Fakten zusammengetragen, wie sich Kreuzfahrten auf die Umwelt auswirken. Die Entscheidung über Ihren Urlaub liegt bei Ihnen ganz allein, ich möchte mich auch nicht als Moralapostel aufspielen. Wo auch immer Sie dieses Jahr ihren Urlaub verbringen, erholen Sie sich gut…… J/L

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 Ausschreibungen

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Krimi-Literaturpreis der Kreisstadt Neunkirchen KRIMINAL TANGO

  • Thema: 2024 suchen wir Kurzgeschichten, die sich von einem Zitat von Edgar Allen Poe inspirieren lassen: „Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist!“
  • Genre: Krimi
  • Voraussetzung:
    • Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die zumindest eine literarische Veröffentlichung nachweisen können.
    • Der Umfang darf nicht mehr als 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) betragen, Schriftgröße 12pt, Zeilenabstand anderthalb, Schrift „Times New Roman“ oder „Arial“.
  • Preis:
    • 1. Preis: 1.250,- €
    • 2. Preis: 750,- €
    • 3. Preis: 500,- €
  •  Bewerbungsfrist: 01. August 2024

📌 Link: //Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..">KRIMINAL TANGO

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Kindle Storyteller Award

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: keine Vorgabe
  • Voraussetzung: 
    • Buch muss bei Amazon kdp exklusiv erschienen sein
  • Preis: 5.000,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 31. August 2024

📌 Link: Kindle Storyteller Award

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zeilen.lauf Wettbewerb

  • Thema: frei wählbar
  • Genre: Prosa
  • Voraussetzung:
    • Einsendung eines unveröffentlichten Manuskripts sowie
    • eines nach dem 15.06.2022 erstmals veröffentlichten Textes von mindestens 50 Seiten
  • Preis: 50.000,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 25. August 2024

 

📌 Link: Literaturpreis „Aufsteig durch Bildung“

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CarpeGusta Literatur Award 2024

  • Thema: Texte voller Hoffnungen
  • Genre: Prosa, Kurzprosa
  • Voraussetzung:
    • die eingereichten Texte sind bisher unveröffentlicht
  • Preis: 100,- Euro und Veröffentlichung der Kurzgeschichte in “CarpeGusta Literatur – Das Magazin, das Bücher l(i)ebt”
  • Bewerbungsfrist: 15. September 2024

📌 Link: CarpeGusta Literatur Award 2024

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Fortsetzung folgt.......

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Juni

 

 

 

Der Juni ist die Zeit, um auf neue Weise in der Welt zu sein, um die Kälte und die dunklen Flecken des Lebens abzuwerfen.“ – Joan D. Chittister

 

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Die Zeit des kleinen Sommers

Junimärchen für Klein und Groß – Er hat es nicht immer leicht, der Sommer im Juni

„Es ist Sommer“, sagte der kleine Sommer, der eigentlich Juni hieß, „und ich bin jetzt da. Oh, ich freue mich so sehr, hier im Land wieder wohl angekommen zu sein.“„Hach ja. Du wieder!“ Juli und August schmunzelten.„Werde du erst mal groß!“, sagte der Juli.„Und erwachsen“, ergänzte der August.„Entdecke die Stunden und Tage deiner Zeit!“, empfahl der Juli.Der August nickte. „Und lerne das Leben kennen, so wie es ist, und …!“ Er überlegte seine nächsten Worte lange. Das Alter hatte ihn weise und bedächtig werden lassen.„Und lerne vor allem das, was ein Junisommerleben bedeutet und wie es sein sollte!“, fuhr der Juli an seiner Stelle fort.„Leben? Bedeutet? Sein sollte?“ Ratlos blickte der Juni seine Monatskollegen an. „Was wird bloß alles von mir erwartet? Ich … ich wollte doch nur …“Er kam nicht weiter. Der Juli hatte bereits wieder das Wort ergriffen.„Beachte das Wetter und die Launen der Natur! Lerne zu schätzen, was sich dir darbietet!“„Folge dem Rat der Bäume und Büsche, der Blumen, Kräuter und Gräser!“, fügte der August hinzu.„Und lausche dem Ruf der Tiere zu Wasser und zu Lande!“, rief der Juli und seine Stimme klang aufgeregter nun. „Oh, es ist so viel zu tun auf der Erde in deiner frühen Sommerzeit.“„Wie wahr.“ Wieder nickte der August. „Und vergiss vor allem die Menschen nicht. Blicke in ihre Augen! Die müssen glänzen, wenn du ihre Lebensfreude und ihr Menschenglück sehen möchtest. Und lausche ihren Worten, ihrem Singen, ihrem Lachen!“„Achte vor allem auf die Stimmen der Kinder!“, übertönte ihn der Juli. „Die Kinder, hörst du? Sie sind wichtig.“„Und die Sonne, der Mond und die Sterne“, erinnerte der August. „Übersehe nicht ihre Zeichen. „Sie …!“„Und …“Und Juli und August redeten und redeten und fanden immer noch mehr Ratschläge für den armen kleinen Sommer, den die Menschen Juni nannten.Der heulte auf.„Schweigt!“, rief er. „Haltet ein mit euren Ratschlägen! Es ist mein Leben und ich will es leben nach meiner Melodie. Ich will es fühlen mit meinen Sinnen. Mit meinen Augen will ich es sehen und mit meinen Ohren hören, mit meiner Haut möchte ich es spüren und mit meiner Nase riechen. Wie in jedem Jahr werde ich das Leben auch dieses Mal leben lernen, und wenn ich Fehler mache, so gehören sie ebenso zu mir wie Gewitterstürme und Sonnenzeiten, Kühltage und Warmzeiten zu meinem Monat gehören. Hört ihr? Und …“Der Juni sagte noch viel und seine Kollegen, der hitzige Juli und der bedächtige August schwiegen.„‚Kühltage‘ und ‚Warmzeiten‘, diese Worte sind Fehlerworte. Sie gibt es nicht in der Menschensprache“, brummte der August nur, doch er brummte es so leise, dass man es fast nicht zu hören vermochte. Und das war auch gut so.

Quelle:

© Elke Bräunling

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 jockel

 

Ein paar Gedanken zur Urlaubszeit

Oftmals kommt die Erholung im Urlaub viel zu kurz, denn Abschalten auf Knopfdruck ist gar nicht so einfach. Dabei sind regelmäßige Auszeiten wichtig für die Gesundheit. Wer ein paar Ratschläge befolgt, entspannt besser. Die Erholung im Urlaub wird immer häufiger durch die Anforderungen der modernen Arbeitswelt beeinträchtigt. Ständige Erreichbarkeit, steigende Mobilitätsanforderungen, soziale Vergleiche, parallele Beschäftigungen und daraus resultierender Stress erschweren es, in der Freizeit abzuschalten. Dazu wirken sich physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz auf Geist und Körper aus. Hinzu kommen oftmals familiäre und andere private Verpflichtungen. Auf Dauer kann ein zu hohes Belastungsniveau jedoch zu Erschöpfung, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und schließlich bis zum Burn-out führen. Um dem entgegenzuwirken, sind kurze Pausen, Wochenenden und Urlaube dringend notwendig, denn: Nur wer sich regelmäßig erholt, bleibt gesund – und kann bei Bedarf die vollständige Leistung abrufen.

Um neue Energie zu tanken, muss man den Urlaub nicht zwangsläufig auf den Malediven verbringen.es ist auch möglich, die eigene Heimat zu erkunden und Neues zu erleben. Doch ist der Erholungsfaktor daheim genauso hoch wie auf Reisen? Grundsätzlich ist ein Ortswechsel förderlich, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Allerdings hat der Urlaubsort keine Auswirkungen auf den Grad der Erholung.

So kommen Sie zu Hause am besten zur Ruhe:
Spielen Sie Tourist: Wie gut kennen Sie Ihre Heimat? Kaufen Sie sich einen Reiseführer für Ihre Region und gehen Sie auf Entdeckungstour.Wagen Sie Neues: Sie wollten schon immer einen Bungee-Sprung wagen oder einen Kochkurs mit Freunden belegen? Dann ist jetzt die passende Zeit dafür.Planen Sie ein spannendes Programm: Auch für Urlaub zu Hause gilt: Schaffen Sie einen Kontrast zum Alltag. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Ferien strukturieren möchten, damit keine Langeweile aufkommt.Aufräumarbeiten gehören nicht in den Urlaub: Der Urlaub ist für die Erholung da. Das bedeutet, lästige Aufräumarbeiten müssen warten. In dieser Zeit sollten Sie nur Dinge tun, die Ihnen Freude bereiten.Gehen Sie offline: Seien Sie nicht immer erreichbar. Wenn Sie jetzt auf Hawaii wären, könnten Sie Tante Erna auch nicht das Apfelkuchenrezept raussuchen.Über die optimale Länge des Urlaubs sind Psychologen unterschiedlicher Meinung. Während die einen zwei Wochen am Stück oder mehr als notwendig erachten, damit der Körper die Stresshormone abbauen kann, glauben andere nicht daran, dass ein langer Urlaub notwendig ist. Grundsätzlich sind sich jedoch alle Experten darin einig, dass freie Tage über das gesamte Jahr verteilt werden sollten. Wer regelmäßig Pausen einlegt, sammelt erst gar nicht so viel Erschöpfung an.Über die optimale Länge des Urlaubs sind Psychologen unterschiedlicher Meinung. Während die einen zwei Wochen am Stück oder mehr als notwendig erachten, damit der Körper die Stresshormone abbauen kann, glauben andere nicht daran, dass ein langer Urlaub notwendig ist. Grundsätzlich sind sich jedoch alle Experten darin einig, dass freie Tage über das gesamte Jahr verteilt werden sollten. Wer regelmäßig Pausen einlegt, sammelt erst gar nicht so viel Erschöpfung an.Genauso wichtig wie ein guter Start in den Urlaub ist ein entspannter Ausklang der freien Zeit. Wer genügend Zeit für die Rückfahrt und den Wiedereinstieg ins Berufsleben einplant, ist auf der sicheren Seite. Ratsam ist es, sich den ersten Arbeitstag auf einen Mittwoch zu legen. So startet man mit einer kurzen Woche. Ebenso sollte man sich in diese Zeit möglichst wenig Termine legen. Je mehr Stressfaktoren nach dem Urlaub auf einen zukommen, desto schneller verschwindet der Erholungseffekt. Irgendwann kehrt der Alltag zurück, doch der muss nicht zwangsläufig stressig sein: Wer die Urlaubsratschläge auch nach Feierabend oder am Wochenende befolgt, kann sich die Erholung in den Alltag holen.

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Vielleicht wollen Sie auch einfach nur kreativ sein und ihre Urlaubserlebnisse an dieser Stelle unsern Mitlesern zur Verfügung stellen. Urlaubsgeschichten sind auf diesem Portal immer gut aufgehoben. Wie auch immer ihr persönlicher Urlaub in diesem Jahr verläuft, lassen Sie einfach mal ihre Seele baumeln. In diesem Sinne gute Erholung,....... bleiben Sie gesund .  J/L

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Ausschreibungen

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Arbeitsstipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt

Das Dortmunder Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt vergibt in diesem Jahr ein Arbeitsstipendium für Autor:innen. Das Stipendium ist mit 4000 € dotiert und wird als Gesamtbetrag ausgezahlt. Nach Erscheinen des Buches ist eine Veranstaltung geplant.

Wer und was wird gefördert?
Prosa, Lyrik, Drama, literarische Essays. Die Werke sollen in deutscher Sprache verfasst sein; Deutsch als Erstsprache ist ausdrücklich keine Voraussetzung.

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Ausschreibung des Dresdner Stadtschreiber*in-Stipendiums 2025

Ausschreibung des Dresdner Stadtschreiber*in-Stipendiums 2025
30. Stadtschreiber*in für Dresden gesucht


Bis 1. September 2024 können sich deutschsprachige Autorinnen und Autoren um das Amt der Dresdner Stadtschreiberin / des Dresdner Stadtschreibers/der 2025 bewerben. Für das halbjährige Stipendium werden Bewerberinnen und Bewerber gesucht, die ihren Lebensmittelpunkt nicht in Dresden haben. Ausgeschrieben wird das Stipendium von der Landeshauptstadt Dresden in Kooperation mit der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

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Gedicht des Monats

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Schatzsucher auf Lebenszeit

Einmal möchte ich verweilen können:
Keinen Wunsch mehr,
nicht mehr suchen,
nicht mehr das Gefühl,
noch etwas finden zu müssen.

Vieles habe ich gefunden,
aber nie sind meine
Schatzkammern so gefüllt,
daß ich sie abschließen
und fortfliegen kann.

Dabei habe ich
den Flug ins Wunschlose
schon so lange gebucht.

Doch meine Schätze
zerrinnen mir zwischen den Fingern.
Und ich muß weitersuchen,
denn der Versuch,
Vorratskammern mit guten Gefühlen
anzulegen,
ist auch gescheitert.

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© Kristiane Allert-Wybranietz (1955 - 2017), deutsche Dichterin und Lyrikerin

Quelle: Allert-Wybranietz, Liebe Grüße. Neue Verschenktexte, Lucy Körner Verlag 1982

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Buch des Monats

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Das versteinerte Herz" von Abdulrazak Gurnah

Als der 1948 auf Sansibar geborene Abdulrazak Gurnah im Jahr 2021 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, galt er zumindest in Deutschland noch weitgehend als ein Geheimtipp. Das hat sich glücklicherweise schnell geändert, da mittlerweile fünf seiner Romane in neuer Übersetzung auf Deutsch vorliegen. „Das versteinerte Herz“ wurde im Original vor sieben Jahren publiziert. Es ist ein Coming-of-Age-Roman, der von einem Jungen erzählt, der in den 1970er-Jahren auf der zu Tansania gehörenden Insel Sansibar aufwächst.

Salim, der Ich-Erzähler, gehört der muslimischen Minderheit an; das Land wird von politischen Unruhen und Gewalt durchgeschüttelt. Salims Vater, der ohnehin stets mit dem Sohn gefremdelt hatte, verschwindet, als Salim sieben Jahre alt ist; die Mutter lässt sich mit einem mächtigen Mann ein, um das Leben ihres Bruders zu retten. Der Vater sei nur für ein paar Tage verreist, erzählt sie dem Sohn.

Hinter das dunkle Geheimnis seiner Kindheit kommt Salim erst Jahre später nach und nach. Als junger Erwachsener kommt er dank seines Onkels nach London, wo er Betriebswirtschaftslehre zu studieren beginnt, gegen seine Neigungen und Wünsche, doch die Entscheidungen in seinem Leben haben stets andere für ihn getroffen.

Gurnah beschreibt ein Leben zwischen zwei Welten und erzählt von der Fremdheit, die eine solche Existenz nach sich zieht. Trost spendet die Literatur. „Das versteinerte Herz“ trägt autobiografische Züge. Gurnahs dezidiert schmuckloser Stil ist ein Resultat seiner Abneigung gegen die „zur Schau gestellte Kunstfertigkeit“, die seinen Protagonisten abstößt. Dem setzt Gurnah literarische Wahrhaftigkeit entgegen.

 

Insider Tipp

Ein großartiger Roman über Scham, Schuld, Einsamkeit, Rassismus, zwischenmenschliche Beziehungen, Korruption und Klassenunterschiede

 

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Mai

Sonnenschein

Warm auf der Haut spüren
Die Sonne strahlt im Mai
Glücklich sein im Licht

 

 

 

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Frühlingslächeln für Oma Erdmann

Der Frühling bringt neue Hoffnung

An den ersten sonnenwarmen Frühlingstagen war viel los draußen. Alle wollten ihre Gärten ‘frühlingsfein’ machen. Das war auch gut so, denn nach dem langen Winter lagen Äste und Zweige und viel Herbstlaub auf Blumenbeeten und Rasenstücken. An manchen Stellen hatten die Frühlingsblumen Mühe, ihre Triebe ans Tageslicht zu lupfen.Auch Oma Erdmann war in den Garten hinausgegangen. Sie saß auf der kleinen Steinbank und streckte ihre Nase der Sonne entgegen. Sehr freute sie sich, dass der Winter endlich dem Frühling Platz gemacht hatte. Doch ihre Kraft zur Gartenarbeit fand sie in diesem Jahr nicht.„Was ist los mit mir?“, murmelte sie. „Ich fühle mich so müde.“ Sie schüttelte den Kopf. Nein, sie hatte keine Lust, die Beete zu säubern und neue Blumen zu pflanzen. „Wozu auch? Für mich alleine lohnt sich die Mühe nicht. Der Garten macht mir keinen Spaß mehr.“Traurig dachte sie an Opa Erdmann. Sie vermisste ihn sehr. Und so saß sie da, lauschte dem fröhlichen Lärmen aus den Gärten ringsum und grübelte.Sie grübelte viele Tage lang, und eines besonders schönen Sonnentages linste Frau Blumenfee über Oma Erdmanns Gartenzaun.„Oh! Ein Herz ohne Mut tut dem Leben nicht gut“, sagte sie, zog ihren silbernen Zauberstab hervor und murmelte: „Wunden heilen manchmal nur Feenzauber und Natur.“ Sie schwang den Zauberstab drei Mal und rief ihre Naturgeisterfreunde, die Erdwichtel und Blütenelfen, herbei.Es dauerte nicht lange, und in Oma Erdmanns Garten trugen sich wundersame Dinge zu. Überall streckten grüne Triebe ihre Spitzen aus der Erde. Sie durchdrangen den dichten Herbstlaubteppich, schlängelten sich um morsche Äste und Zweige, überwucherten sie, und schmückten den Garten bis zum Abend mit einem hellen frischen Grün.Als Oma Erdmann am nächsten Morgen die Fensterläden öffnete, staunte sie. Von allen Beeten her winkten ihr Narzissen Glöckchen und Tulpenbecher, umgeben von Primeln, Traubenhyazinthen, Schlüsselblumen und anderen Frühlingsblüten. Sanft neigten sie ihr im Hauch des Frühlingswindes ihre Köpfe zu. Es war, als lächelten sie. Als Oma Erdmann dann auch noch das fröhliche Lachgesicht, das Gänseblümchen auf ihren Rasen „malten“, erblickte, konnte sie nicht länger ernst und traurig sein. Ihr Herz pochte etwas heftiger. Vor Glück. Und langsam kehrte das Lächeln auch in ihr Gesicht zurück.

© Elke Bräunling

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Ausschreibungen

   Hildesheimer Literatur-Wettbewerb 2024

  • Thema:  Über Grenzen
  • Genre: jedes

  • Voraussetzung:
    • Eingereicht werden können bis zu drei selbstverfasste, deutschsprachige Texte jeden Genres.
    • Sie dürfen höchstens 5.000 Zeichen lang sein.
    • Außerdem muss eine Schreibmotivation von maximal 1.000 Zeichen abgegeben werden.
  • Preis: Publikation und Ehrung in einem Festakt
  • Bewerbungsfrist: 10. Mai 2024

📌 Link: Hildesheimer Literatur-Wettbewerb 2024

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Kurzgeschichtenwettbewerb „Passt nicht“ – Preis der Gruppe 48
Einsendeschluss: 07. Mai 2024
Thema: „Passt nicht“
Gewünscht: Prosa, 8.000 – 10.000 Z. inkl. Leerz.
Preis/Auszeichnung: Gesamtpreis im Wert von 14.000 €

 📌 Link:   Weitere Details zur Ausschreibung >>

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 jockel

 

Kreativität gilt als der entscheidende Antrieb für die menschliche Entwicklung und Kultur. Denn erst sie ermöglicht es uns, Neues zu erschaffen und innovative Lösungen zu finden – ob als Musiker, Künstler oder geniale Erfinder und Wissenschaftler. Doch wie entsteht Kreativität? Was passiert dabei in unserem Gehirn? Und lässt sie sich beeinflussen?

Die Fähigkeit zum kreativen Denken ist tief in uns verwurzelt, auch wenn sie nicht jeder Mensch in gleichem Maße zeigt. Sie kann sich in Heureka-Momenten und schöpferischen Geistesblitzen äußern, aber auch in der Fähigkeit, knifflige Probleme effizient und richtig zu lösen. Worauf diese Fähigkeit jedoch beruht und welche neurophysiologischen Prozesse dahinterstecken, haben Wissenschaftler erst in jüngster Zeit zu entschlüsseln begonnen.Ob Leonardo da Vinci, Shakespeare oder Albert Einstein: Die Geschichte der Menschheit ist von kreativen Persönlichkeiten geprägt. Immer wieder erdachten und erschufen kreative Geister neue Ideen, Objekte oder auch abstrakte Konzepte, die unsere Spezies kulturell, technisch oder gesellschaftlich voranbrachten.Doch was genau macht kreatives Denken aus? Im Alltag gilt ein Mensch oft dann als besonders kreativ, wenn er künstlerisch tätig ist – wenn er beispielsweise Musik komponiert, ein Kunstwerk erschafft oder ein Buch schreibt. In der Antike galt diese Form des schöpferischen Tuns sogar als Resultat eines göttlichen Funkens oder der Eingebung durch eine höhere Macht. Inzwischen ist jedoch klar, dass Kreativität ohne solche übernatürlichen Einflüsse auskommt – sie ist Bestandteil unserer natürlichen Intelligenz.Zudem geht die Kreativität weit über das bloß Künstlerische hinaus: Kreativ ist auch, wer eine innovative Problemlösung findet, ein neues wissenschaftliches Verfahren entwickelt oder ein neuartiges technisches Bauteil konstruiert. Im Jahr 2020 ergab eine vergleichende Studie mit Studenten künstlerischer und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen, dass sich die Grundeigenschaften kreativer Geister in Kunst und Wissenschaft nicht grundlegend voneinander unterscheiden.„Unsere Kreativität ist ebenso allgemeiner Natur wie unsere Art zu denken oder wer wir sind“, erklärt David Cropley von der University of South Australia. „Wer in der Kunst, der Mathematik oder der Technik kreativ ist, hat meist eine Offenheit für neue Ideen, die Fähigkeit zum Denken außerhalb bekannter Bahnen und eine Flexibilität des Denkens.“
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Die Fähigkeit, gewohnte Denkbahnen zu verlassen

Kreativität zeichnet sich dadurch aus, die gewohnten Denkbahnen verlassen zu können. Oft begrenzen wir uns durch unsere Gewohnheiten selbst. Wir befinden uns dann auf immer den selben gedanklichen Trampelpfaden und können dort natürlich kaum zu neuen Einfällen kommen. Die Fähigkeit, Neues zu denken und gedankliche Grenzen zu sprengen, können Sie üben. Versuchen Sie z.B. immer wieder Neues zu lernen. Beschäftigen Sie sich mit Dingen, von denen Sie vorher noch nie etwas gehört haben. Lassen Sie sich auf Gedanken ein, die Ihnen vielleicht fremd und unsinnig erscheinen. Fragen Sie andere Menschen nach ihren Ansichten und Herangehensweisen an Probleme. Tun Sie öfter einfach mal das Gegenteil von dem, was Sie sonst tun. Und denken Sie immer daran, dass es neben Ihrer persönlichen Ansicht immer auch andere gibt, die vielleicht genau den kreativen Kick bringen können, den Sie suchen.

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Lerne Nein zu sagen

„Hab keine Zeit für dich! Tut mir leid …“

Es ist ein anderer Umgang mit der Zeit, eine andere Perspektive darauf, eine andere Priorisierung. Richard Avedon beispielsweise, einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, wurde einmal von einem Autor gefragt, ob er für ein Interview zur Verfügung stehe. Avedons Antwort auf das Ansinnen des ambitionierten Autors war ebenso knapp wie treffend: „Tut mir leid. Mir bleibt zu wenig Zeit im Leben für solche Dinge.Die Angewohnheit, zu sehr vielen Ablenkungen, Anfragen, Möglichkeiten, Alternativen deutlich und konsequent Nein zu sagen, versetzt produktive Menschen überhaupt erst in die Lage, extrem kreativ zu sein und einen überragenden Output zu schaffen. Viele hässliche und schroffe Neins schlagen erst den Raum frei für das eine große Ja.„Die Fähigkeit, das Wort ‚Nein‘ auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit“, sagt der französische Schriftsteller Nicolas Chamfort. Anders ausgedrückt: Wenn Sie Nein sagen, dann lehnen Sie implizit ab, anderen die Arbeit abzunehmen, anderen zum Erfolg zu verhelfen, Teil des Plans anderer zu sein. Sie grenzen sich ab und schlagen damit einen Zaun um Ihre Zeit, die Sie dann konzentriert einsetzen können für Ihre eigene Arbeit, was auch immer es ist.Nein zu sagen bedeutet, Türen zuzuschlagen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, eine bestimmte Tür zu öffnen – Es ist der Türöffner für ein selbstbestimmtes, schaffensreiches Leben.

In diesem Sinne lade ich Sie in diesem Monat dazu ein, kreativ zu sein. Möglichkeiten dazu gibt es genug, sie sind es, der diesen schöpferischen Prozess in Gang setzen muss. Nutzen Sie dazu auch die zusätzliche schöpferische Kraft der Sonne…In diesem Sinne freue ich mich auf neue schöpferische Werke von Ihnen. Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf… J/L 01.05.2024

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 Lesen im Mai 2024

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Als im Jahr 2021 der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie den Namen des neuen Literaturnobelpreisträgers verkündete, war die Überraschung groß. Von Abdulrazak Gurnah hatten bis dahin nur die wenigsten gehört; seine Bücher, von denen einige vor Jahrzehnten in kleineren Verlagen auf Deutsch erschienen waren, waren längst vergriffen.Nun erscheint sein Roman "Gravel Heart" aus dem Jahr 2017 erstmals auf Deutsch, mit dem Titel "Das versteinerte Herz".

"Mein Vater wollte mich nicht." Mit diesem starken ersten Satz beginnt Abdulrazak Gurnah seinen Roman und bringt damit das Trauma seines Protagonisten Salim in wenigen Worten auf den Punkt. Salim war sieben Jahre alt, als sein Vater die Familie verließ. Grußlos und grundlos, so schien es ihm.

Ich schlief im Zimmer meiner Eltern und konnte natürlich sehen, dass mein Vater nicht mehr da war, aber als ich nach ihm fragte, erklärte meine Mutter, er sei bloß für ein paar Tage verreist. Es war die erste von vielen großen Lügen, die meine Mutter mir im Laufe der Jahre auftischen würde, aber ich (...) hatte keinen Grund ihr zu misstrauen. (...) Damals wusste ich noch nicht, wie glatt und hinterlistig Geheimnisse sind, oder dass sie manchmal nur dazu dienen, Angst und Hilflosigkeit zu verschleiern.Doch bewusst oder unbewusst: Dieses Geheimnis wirft Salim selbst aus der Bahn. Ziel- und antriebslos bewegt er sich fortan durchs Leben, fühlt sich wertlos und ungeliebt. Er lässt andere entscheiden, wohin ihn sein Weg führt. Zum Beispiel seinen Onkel Amir, der ihn von Sansibar mit nach England nimmt, damit er dort Betriebswirtschaft studiert. Nicht gerade Salims Herzenswunsch - doch er schweigt. So wie er auch seine Unsicherheiten und Ängste verschweigt. Nur einem zerfledderten Spiralblock vertraut er seine Gedanken an, in Briefen, die er niemals abschicken wird."Liebe Mama, es gibt da einen Gedanken, den ich immer verdrängt habe, nämlich dass du eine Verräterin bist und mich zu Onkel Amir geschickt hast, um mich aus dem Weg zu haben. Dass du keine Verwendung mehr für mich hattest." - Ich fing den Brief noch einmal von vorn an. Fragen nach Identität und HerkunftDie Einsamkeit des Lebens zwischen den Welten, zwischen Sansibar und England, ist das große Thema von Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah. An Salim zeigt sich dieses Dazwischen-Sein besonders gut. Er lernt andere Emigranten aus afrikanischen Staaten kennen, findet Hoffnung in der Literatur, die er zu seinem Beruf machen will, und verliebt sich. Und doch: Seine alte Heimat hat er verloren, in der neuen findet er sich nicht zurecht. Er versucht sich anzupassen und merkt, dass er trotzdem ein Fremder bleibt.Meine Freiheit besitzt für niemanden außer mich einen Wert, so gesehen besitzt sie gar keinen. Aber nun bin ich innerlich zerrissen und weiß nicht, ob ich bleiben oder in ein Leben zurückkehren soll, das mich aufzehrt und eines Tages womöglich verschrumpeln lässt. Dem Leben Salims zu folgen, seiner Ziellosigkeit ist mitunter langatmig. Menschen kommen und gehen, ohne zu Charakteren zu werden. Und doch: Wichtiger ist, was sich zwischen den Zeilen abspielt. Denn am Beispiel Salims umkreist Gurnah so in immer enger werdenden Schleifen die Fragen nach den Auswirkungen des Kolonialismus, die Fragen nach Identität und Herkunft, nach dem Zusammenleben von Engländern und den Bewohnern ihrer ehemaligen Kolonien. Und schlägt auch literarisch einen Bogen, der beide Länder verbindet: Das Geheimnis um Salims Vater hat seinen Schlüssel in einer Komödie von William Shakespeare, aus der auch der Titel dieses Romans entlehnt ist. Und wie bei einer Shakespeare-Komödie liegt auch in "Das versteinerte Herz" die eigentliche Wahrheit in dem, was nicht ausgesprochen wird. In der Verzweiflung, der Orientierungslosigkeit nicht nur Salims, sondern auch all der Menschen, die ihm auf seinem Lebensweg begegnen. Das macht diesen Roman zu einer hoch elegant komponierten Geschichte, in der zunächst unbemerkt, dann immer deutlicher alle meisterhaft gesponnenen Fäden auf die erschütternde Auflösung zulaufen. Eine Geschichte, die einmal mehr beweist, was für ein großartiger Erzähler Abdulrazak Gurnah ist.

Quelle: Jan Ehlert

Lestipp

 

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Gedicht des Monats

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Du sollst dich nicht wehren

Du sollst dich nicht wehren,
das ist überholt,
sagen die Nachbarn zu ihr,
jene, denen näher zu kommen
sie sich bemühte.
Du sollst
nicht stöhnen
und schon gar nicht
heulen
während du blutest.
Das ist ein unerhörter Archaismus
noch dazu unästhetisch —
sagen die,
von denen sie Hilfe erwartete.
Sei
gescheit:
lass dich
nett lächelnd
in Stücke zerreißen
und vergiss alles.
Das würden wir tun,
wären wir du,
sicher,
ganz sicher.


© Halyna Petrosanyak

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Halyna Petrosanyak gehörte schon in den Neunzigerjahren zu einer Künstlergruppe, die noch vor dem Zerfall der Sowjetunion in Iwano Frankiwsk die polyphone, multiethnische Vergangenheit ihrer Heimatstadt thematisierte. Sie lebt heute in der Schweiz. Dieses Gedicht (aus dem Ukrainischen übersetzt von Maria Weissenböck) stammt aus dem Band "Exophonien", der gerade im Verlag Der gesunde Menschenverstand, Luzern erschienen ist (96 Seiten, 17 Euro).

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April

Zunächst wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest und gemütliche Feiertage ! Zudem möchte ich die Gelegenheit nutzen, all jenen unter Ihnen zu danken, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben, in welcher Form auch immer. Haben Sie vielen Dank! Denn nur dank Ihrer Hilfe, konnte ich dieses Projekt über einen so langen Zeitraum realisieren und weiter ausbauen./ J/L  01.04.2024

 Mögen die Segnungen von Ostern Ihre Tage erhellen
 und Ihnen den Weg des Glücks und der Zufriedenheit zeigen.“

 

 

  Woher kommt eigentlich der Name Ostern?

Das ist nicht ganz klar, es kursieren verschiedene Theorien. Einige Sprachforscher nehmen eine Verwandtschaft mit dem Substantiv „Osten“ in der ursprünglichen Bedeutung „Morgenröte“ an. Demnach geht der Name zurück auf ein Fest der Germanen, das sie zu Ehren der Göttin der Morgenröte austrugen.Von dieser Interpretation war auch Jacob Grimm überzeugt – auch wenn er schon zu Lebzeiten dafür kritisiert wurde. Viele Historiker haben diese Sichtweise von einem „Frühlingsfest“ zu Ehren der Göttin Ostera dennoch übernommen. Auch der Wissenschaftler Friedrich Kluge erklärt Ostern zum Beispiel so in seinem bekannten „Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache“.In anderen Sprachen ist die Herleitung sehr viel einfacher. Die Niederländer nennen das Fest „Pasen“, die Isländer „Páskar“, die Schweden “Påsk“ – überall wird die Nähe des christlichen Osterfestes mit dem älteren jüdischen Passah- oder Pessachfest deutlich.


Was hat Ostern mit Eiern zu tun?
Tatsächlich haben Eier wenig mit dem christlichen Osterfest zu tun. Vielmehr sind sie ein grundsätzliches Symbol für das Leben und vor allem für Fruchtbarkeit. Zudem steht das Ei für die Wiedergeburt, weil sich hinter der Schale ein neues leben verbirgt.In der religiösen Bildersprache ist das Ei jedoch auch zum eindeutigen Zeichen der Auferstehung und des ewigen Lebens geworden. Die an Ostern gefeierte Auferstehung Christi erklärt so die Bindung des Eies an das christliche Fest.


a jockel

Ab und zu die Gedanken schweifen zu lassen und sich in Tagträumen zu verlieren, ist ganz normal, ja sogar wichtig. Es gibt aber auch Menschen, die sich stundenlang nur ihren Fantasien widmen und geradezu süchtig danach sind. Das Phänomen wird auch als Maladaptive Daydreaming bezeichnet – es kann zu einem echten Problem werden.
Tagträumen und die Gedanken schweifen zu lassen, ist zunächst einmal ein völlig normaler Vorgang. Jeder Mensch tut es, niemals Tagträumen, ist schlichtweg nicht möglich. Denn dazu müsste sich das Gehirn ständig im Zustand der Konzentration befinden. Forschende der Universität Harvard haben herausgefunden, dass wir fast die Hälfte unserer Zeit, nämlich 47 Prozent, gedanklich nicht in der Gegenwart sind. Wobei mit dem Tagträumen nicht gezieltes Nachdenken gemeint ist, sondern vielmehr, unseren Gedanken und Assoziationen freien Lauf zu lassen. Dabei ist beides möglich: dass unser Bewusstsein versehentlich abdriftet, obwohl wir eigentlich dabei sind, etwas zu tun, oder dass wir uns erlauben, gedanklich abzuschweifen.

In unserem Gehirn ist in diesem Zustand eine Struktur besonders aktiv, die Default Mode NetE work (DMN) genannt wird. Experimente haben gezeigt, dass die DMN-Aktivität immer dann zunimmt, wenn wir nicht auf einen äußeren Reiz reagieren und nicht darauf konzentriert sind, eine bestimmte Aufgabe zu erledigen. Wir richten dann unsere Aufmerksamkeit vermehrt nach innen. So geht eine stärkere DMN-Aktivität damit einher, über uns selbst nachzudenken, sich an Vergangenes zu erinnern und sich die Zukunft auszumalen: also mit schweifenden Gedanken und Tagträumen.

In zwei Situationen sind wir besonders anfällig dafür, ins Tagträumen zu verfallen, sagt Christina Jochim, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung: „Dazu kommt es vor allem dann, wenn unser Gehirn unterfordert ist, also wenn eine Aufgabe nicht unsere volle Aufmerksamkeit erfordert. Dann nutzt das Gehirn wahrscheinlich diesen Freiraum. Oder bei Überforderung, wenn unser Gehirn nicht mehr aufnahmefähig ist.“ Tagträumen sei vermutlich ein Verarbeitungsmechanismus, um Erlebtes einzuordnen, und zudem „häufig eine Quelle für gute Ideen“, so die Psychotherapeutin.

Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass das Tagträumen bei der Lösung komplexer Probleme helfen kann. So half es Versuchsteilnehmenden bei einer schwierigen Aufgabe mehr, diese durch eine einfache Tätigkeit zu unterbrechen, als eine Pause zu machen oder daran festzuhalten. Denn die einfache Tätigkeit erlaubte ihnen, gedanklich loszulassen – was schließlich durch neue Impulse half, die schwierige Aufgabe doch noch zu lösen.
In einer anderen Untersuchung zeigte sich, dass es die Kreativität fördert, wenn wir fantasievolle Tagträume haben. Dabei nur an den nächsten Einkauf zu denken, trug hingegen nichts zur Kreativität bei. Zu viel Tagträumen ist nicht gesund Doch es gibt auch Menschen, die zu exzessivem Tagträumen neigen. Einige Forschende glauben, dass das Krankheitswert hat, und sprechen vom Maladaptive Daydreaming (maladaptivem Tagträumen). Geprägt wurde der Begriff von Eli Somer, einem ehemaligen Psychologieprofessor an der Universität Haifa. In seiner ersten Veröffentlichung zum Thema bezeichnet er Maladaptive Daydreaming als „exzessives Fantasieren“, das menschliche Interaktionen ersetzt und das berufliche oder private Leben beeinträchtigen kann. Somer hatte dies vermehrt bei Patientinnen und Patienten beobachtet, die in ihrer Kindheit missbraucht worden waren und sich nun häufig in Traumwelten flüchteten. Offiziell als eigenständige Diagnose anerkannt ist das Maladaptive Daydreaming bis heute nicht.
Als Phänomen wird es aber wahrgenommen. Der Cleveland Clinic in Ohio zufolge bedeutet maladaptives Tagträumen, sich exzessiv bis zu stundenlang in sehr lebhaften und detaillierten Tagträumen zu verlieren. Dabei könne es schwerfallen, dieses Verhalten zu kontrollieren. Maladaptive Tagträume träten vermehrt, aber nicht nur in Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen auf, etwa bei ADHS, Angst- oder Zwangsstörungen oder dissoziativen Störungen. Es sei aber nicht klar, ob es sich als eigenständiges Krankheitsbild von diesen abgrenzen lasse. Fantasieren von Superkräften Auf der Internetplattform „wild minds network“ tauschen sich Menschen aus, die selbst glauben, unter maladaptiven Tagträumen zu leiden. Ein Nutzer namens Mani schildert dort, wie er seit seiner Kindheit jeden Tag stundenlang 

Wer sich regelmäßig seinen Tagträumen hingibt, neigt nicht nur zu Unkonzentriertheit, sondern auch zu Kreativität. Bei der nächsten Schreibblockade bitte daran denken,in diesem Sinne bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf. / J/L  01.04.2024

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Eine Ostergeschichte

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Die magischen Osterglocken

Jürgen war Apotheker und liebte seine Arbeit. Er mochte es, für andere Menschen da zu sein und ihnen durch seine Beratung zu helfen. Trotzdem freute er sich jeden Abend auf seinen Feierabend und den ausgedehnten Spaziergang zu seiner Wohnung. Da er kein Frühaufsteher war, nahm er morgens den Bus, sodass sein Abendspaziergang unter der Woche seine einzige Zeit an der frischen Luft war. Seine einstündige Tour führte ihn unter anderem durch den Stadtpark, wo er insbesondere die Blumen im Frühling liebte.

Seine Lieblingsblume war die Osterglocke und Jürgen fieberte immer schon ab Ende Januar dem Beginn der Blütezeit entgegen. Ab Anfang März ging er sogar manchmal einen Umweg, um auch an allen Stellen vorbeizukommen, an denen er Osterglocken erwartete. Seine Frau machte sich jedes Jahr über ihn lustig, da er zusehends nervöser wurde, wenn Ostern näher rückte.

Dieses Jahr war es besonders schlimm. Denn aufgrund eines harten Winters konnte sich der Frühling nur langsam durchsetzen. So war es Anfang März noch sehr kalt und kaum absehbar, wann die ersten Osterglocken blühen würden. Selbstverständlich ließ sich Jürgen bei seiner Arbeit nichts anmerken, was aber dazu führte, dass er zu Hause immer unruhiger wurde und nun auch am Wochenende durch den Stadtpark streifte, um nicht die ersten Osterglocken des Jahres zu verpassen.

Nun war es schon Anfang April. Ostern stand fast vor der Tür und es war nirgendwo eine Spur von Jürgens Lieblingsblumen, den Osterglocken. Mit der Zeit beschäftigte das Thema aber nicht nur Jürgen, sondern den ganzen Ort. Normalerweise war der Stadtpark zur Osterzeit nämlich ein einziges Blütenmeer und erstrahlte durch die vielen Osterglocken in einem wunderschönen, sonnigen Gelb.

Mit jedem zweiten Kunden sprach Jürgen nun schon über das Ausbleiben der Osterglocken und wurde immer ratloser. Als es einige Tage vor Ostern endlich etwas wärmer wurde, fasste er noch Hoffnung und konnte kaum seinen Feierabend erwarten, um nachzuschauen, ob die Osterglocken nun endlich Blüten trugen. Seine Hoffnung wurde aber wieder enttäuscht, denn wohin er auch schaute, war alles grün und nirgends war auch nur eine gelbe Blüte zu sehen.

Da sich auch in den nächsten Tagen nichts tat, war Jürgen nun fest davon überzeugt, dass er das erste Osterfest ohne Osterglocken erleben würde. Dieser Gedanke gefiel ihm zwar gar nicht, er hatte aber auch keine Möglichkeit, an diesem Zustand etwas zu ändern.

Als er am Gründonnerstag unmittelbar vor den Ostertagen seinen Heimweg antrat, dachte er nicht mehr an die Osterglocken, sondern überlegte sich, wie er die Ostertage gemeinsam mit seiner Frau am gemütlichsten verbringen könnte. In Gedanken versunken bog er mitten im Stadtpark um die Ecke und wurde regelrecht geblendet. Vor ihm war alles gelb und die gesamte Hauptwiese des Parks war über und über von Osterglocken bedeckt. “Meine magischen Osterglocken”, dachte er bei sich. “Pünktlich zum Osterfest seid ihr da!”So glücklich war Jürgen noch nie. Er lief schnell nach Hause und holte seine Frau, um mit ihr spazieren zu gehen.

Quelle

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 Ausschreibungen

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Möllertaler Geschichten Festival 2024 – Kurzgeschichtenwettbewerb für Nachwuchsautor*innen

  • Thema: Jetzt
  • Genre: Kurzgeschichten
  • Voraussetzung: 
    • Bewerber*innen sind unter 14 Jahre alt
    • unveröffentlichter Text von 750-1500 Wörtern
  • Preis:
    1. Preis: Mölltaler SchreibADER und ein Bücherpaket im Wert von 100,- Euro
    2. Preis: Bücherpaket im Wert von 100,- Euro
    3. Preis: Bücherpaket im Wert von 100,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 1. bis 28. April 2024

📌 Link: Möllertaler Geschichten Festival 2024 Kurzgeschichtenwettbewerb

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GWK-Förderpreis Literatur 2024

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: keine Vorgabe
  • Voraussetzung: 
    • Bewerber*innen aus Westfahlen-Lippe, die nicht älter as 40 Jahre sind
    • Bewerber*innen können mindestens einen Text in einer anerkannten Literaturzeitschrift oder Anthologie veröffentlicht haben
  • Preis: 5.000,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 13. April 2024

📌 Link: GWK-Förderpreis Literatur 2024

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Kindle Storyteller Award

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: keine Vorgabe
  • Voraussetzung: 
    • Buch muss bei Amazon kdp exklusiv erschienen sein
  • Preis: 5.000,- Euro

📌 Link: Kindle Storyteller Award

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exil-Dramatiker*innenpreis 2024

  • Thema: Identität, Integration und das Leben zwischen Kulturen
  • Genre: Theaterstück
  • Voraussetzung: 
    • die eingereichten Stücke sind bisher unveröffentlicht
    • die Stücke sind in deutscher Sprache geschrieben (keine Übersetzungen ins Deutsche)
  • Preis: 3.000,- Euro und eine Uraufführung am Schauspiel Leipzig
  • Bewerbungsfrist: 30. April 2024

📌 Link: exil-Dramatiker*innenpreis 2024

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W.-G.-Sebald-Literaturpreis

  • Thema: Erinnerung und Gedächtnis
  • Genre: Prosa
  • Voraussetzung:
    • Text darf bis zum Ablauf der Bewewrbungsfrust nicht veröffentlicht sein und maximal 30.000 Zeichen betragen
    • Bewerber*innen können eine bereits vorliegende literarische Publikation in einem Verlag oder einer Zeitschirft vorweisen
  • Preis: 10.000,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 30. April 2024

📌 Link: W.-G.-Sebald-Lireraturpreis

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  Bücher im April

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zu spät



Die Fortsetzung des Welt-Bestsellers, bevor der Kaffee kalt wird mit vier magischen Geschichten aus dem magischen Café.Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, wen würdest du gern wieder treffen? Der zweite Teil der magischen Cafè-Reihe, bevor der Kaffee kalt wird, erzählt vier berührende Geschichten von Menschen, die in die Vergangenheit reisen. Sie erhalten die Chance, vergangene Situationen zu verändern, Dinge, die sie bereuen, wieder gut zu machen.
Vier Menschen, vier Erzählungen über den Sinn des Lebens, Versöhnung, Vergebung oder neue Hoffnung.Bevor es für uns zu spät ist bringt uns zurück nach Japan, in das ungewöhnliche Cafè in Tokio, das seinen Besuchern erlaubt, zurück in die Vergangenheit zu reisen - aber nur so lange, "bis der Kaffee kalt wird"! Ihre Motive sind unterschiedlich, doch die gelernte Lektion ist dieselbe: Egal ob Versöhnung, Vergebung oder neue Hoffnung - das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Lestipp

 

 Band 3 der Bevor der Kaffee kalt wird-Reihe

Verlag: Knaur MensSana TB

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 208

ISBN: 9783426448946

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  Danke

 

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 Mein Dank geht auch in diesem Monat an alle Besucher dieser Webseite

Mein besonderer Dank geht in diesem Monat an: Horst Kohl, Karin Oehl, Margit Farwig, Angelface, Karin Lissi Obendorfer,  und Gabriele Geng, danke für euer Engagement. J/L
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 Wiesbaen Autoren g 3349662867

                                     aktuell 2334382866

 

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Und wieder ertappe ich mich dabei, meine alte Großmutter zu zitieren. Sie war eine kleine zierliche Person, so voller Mutterwitz und Weisheit, ohne dass sie eine studierte Frau gewesen wäre. Das Leben ist nicht unbedingt zimperlich mit ihr umgegangen, sie war, die Älteste von 12 Kindern Ihre Mutter starb früh während einer Geburt. Nach nicht mehr bekannter Zeit heiratete der Vater erneut. Die neue Frau bekam noch etliche Kinder, ehe sie das gleiche Schicksal ereilte. Der Vater blieb dann als Werkmeister in einer Textilfabrik mit seinen Kindern allein. Oma als die Älteste versorgte die Kinderschar, das Haus, die Haustiere, die damals keine Streicheltiere waren, sondern zur Ernährung der Familie beitrugen Schweinchen, Hühner, Kaninchen. Dazu kam der große Garten. Wer es ihr beibrachte weiß ich natürlich nicht, aber sie hat mir als Kind schon versucht, beizubringen, was wann gesät, gepflanzt wird, was nicht nebeneinander stehen darf, weil es sich nicht verträgt. Sie tat das oft spielerisch und doch ist von dem Wissen viel verloren gegangen. Längst haben wir keinen Garten mehr, der uns ernähren muss, haltbar machen von Gemüse, einkochen, fermentieren sie beherrschte es ohne Bücher aus dem FF. Und was sie kochte, hat immer gut geschmeckt.
Neugierig geworden?

 Mehr von unserer Autorin Karin Oehl finden Sie unter den Rubriken Lebenslaüfe,unsere Autoren,Kurzgeschichten.

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Gedicht des Monats

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Botschaften des Regens
Nachrichten, die für mich bestimmt sind,
weitergetrommelt von Regen zu Regen,
von Schiefer- zu Ziegeldach,
eingeschleppt wie eine Krankheit,
Schmuggelgut, dem überbracht,
der es nicht haben will –

Jenseits der Wand schallt das Fensterblech,
rasselnde Buchstaben, die sich zusammenfügen,
und der Regen redet
in der Sprache, von welcher ich glaubte,
niemand kenne sie außer mir –

Bestürzt vernehme ich
die Botschaften der Verzweiflung,
die Botschaften der Armut
und die Botschaften des Vorwurfs.
Es kränkt mich, daß sie an mich gerichtet sind,
denn ich fühle mich ohne Schuld.

Ich spreche es laut aus,
daß ich den Regen nicht fürchte und seine Anklagen
und den nicht, der sie mir zuschickte,
daß ich zu guter Stunde
hinausgehen und ihm antworten will.


© Günter Eich
© Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1973


Buch des Monats

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Es gibt verschiedene Gründe, warum wir in unserem Leben an den Punkt kommen, an dem wir den Rat anderer brauchen. Egal ob es eine persönliche Katastrophe, eine fachliche Weiterentwicklung oder einfach nur spiritueller und philosophischer Rat ist – wo die Worte von Familie und Freunden manchmal nicht weiterhelfen, können es Bücher tun. Selbsthilfebüchern haftet immer noch etwas Missionarisches an. Dabei muss man nicht unbedingt zu Selbsthilfebüchern greifen, um die Erleuchtung zu finden. Auch Romane und sogar Kinderbücher können helfen, die Sichtweise auf das eigene Leben und das anderer zu öffnen. Über die letzten Jahre habe ich verschiedene Bücher gelesen, die mich persönlich weitergebracht haben. Welche Bücher haben euch geholfen?
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 das happiness projekt taschenbuch gretchen rubin

"The Happiness Project" von Gretchen Ruben

Die ehemalige Anwältin und Schriftstellerin Gretchen Rubin hat einen guten Job, zwei tolle Kinder und einen liebevollen Ehemann. Trotzdem hat sie das Gefühl, dass sie ihr Leben nicht genug schätzt und glücklicher sein könnte. Deshalb fasst sie den Vorsatz, über ein Jahr lang mehr Glück in ihr Leben zu bringen. In ihrem Buch "The Happiness Project" erzählt sie davon, wie sie Schritt für Schritt jeden Monat etwas an ihrem Leben ändert. Ihre einfachen Formeln wie "Remember Love" oder "Make Time For Friends" sind dabei so einfach wie naheliegend, dass sie jeder von uns genauso easy in den Alltag integrieren kann und spielend leicht durch die Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge glücklicher wird.

 

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Beschreibung

Jedes zweite Buch verspricht Glück – aber dieses hält Wort!

Gretchen Rubin hat eigentlich allen Grund glücklich zu sein: Sie hat eine liebevolle Familie, ein schönes Zuhause und ein erfolgreiches Berufsleben. Trotzdem ist sie immer wieder unzufrieden mit sich und ihrer Umwelt, weshalb sie sich fragt, was ihr zum großen Glück fehlt. Und so startet sie ihren Selbstversuch: Das Happiness Projekt! Sie studiert systematisch die Glücksforschung, macht sich einen Plan für die nächsten zwölf Monate und fängt an, mit kleinen Dingen ihren Alltag zu verändern. Für jeden Monat nimmt sich Rubin einen anderen Lebensbereich vor: vom eigenen Körper bis zur ganzen Familie, von Freundschaft und Liebe bis hin zu Geld und Beruf. So geht sie früher schlafen, packt eine ungeliebte Tätigkeit an, hört mit dem Nörgeln auf, versucht, an die Geburtstage ihrer Freunde zu denken und sogar Misserfolge zu genießen.Dieses Buch ist so einfach wie einleuchtend. Rubin liefert originelle Impulse, mit denen Sie Ihr Leben Tag für Tag ein bisschen besser machen können. Ohne Null-Diät, ohne Hau-ruck-Verfahren. Praxiserprobte Tipps statt Hokuspokus.Machen Sie Ihr Glück jeden Tag zu Ihrem persönlichen Projekt – aber in machbaren Portionen. Und noch bevor Sie sich versehen, haben Sie Ihr Leben zum Positiven verändert! Happiness ist machbar – hier ist die praktische Anleitung dazu.

Insider Tipp

 

 

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März

 

 

   

          Blüten laden ein,
          öffnen weit ihre Tore
          für Frühlingsgäste.

 

 

 

 

 

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                             jockel

 
Die kalten Tage werden seltener, dafür zeigt sich die Sonne im März und April immer öfter. Auf den Wiesen sprießen die ersten Blumen und die Vögel zwitschern. Klare Zeichen: Der Frühling ist da! Gibt es eine Zeit, in der wir uns noch mehr über die ersten Sonnentage des Jahres freuen als im Frühling? Bestimmt nicht! Denn auch wenn die Sonnenstrahlen zuerst noch etwas schwach sein mögen, locken sie doch jeden Wintergeplagten an die frische Luft. Draußen erwarten einen zwar noch keine sommerlichen Temperaturen, doch warm eingepackt mit Jacke und Mütze, lässt es sich in der Sonne hervorragend aushalten! Kein Wunder also, dass der Frühling zu den beliebtesten Jahreszeiten gehört.Während der nasskalten Wintermonate standen die meisten Räder im Keller und verstaubten bei Regen, Sturm und Schnee wählten viele lieber den Bus oder die Bahn. Doch kaum bricht der Frühling aus, kommt auch das Fahrrad wieder an die frische Luft. Wie herrlich es ist, an einem sonnigen Tag durch die Gegend zu radeln!

Kaum zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen, verwandeln sich die Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen in Café-Meilen. Dann werden die Stühle nach draußen gestellt und an schönen Frühlingsnachmittagen drängen sich die Sonnenhungrigen an den kleinen Tischen. Kein Wunder - denn nur eine halbe Stunde in der Sonne macht bereits richtig gute Laune und hilft, Stress und Sorgen zu reduzieren.Der vielleicht schönste Effekt des Frühlings: Die Natur verwandelt sich in einem bunten Farbenmeer! Krokusse stecken ihre Köpfe aus der Erde, Narzissen erblühen und die kleinen Perlhyazinthen färben ganze Blumenbeete violett.Wer einmal genauer in die Gesichter von Passanten schaut, wird feststellen: Es wird mehr gelächelt! Während im Winter alle mit eingezogenen Köpfen versuchen, möglichst schnell durch die Kälte und wieder ins Warme zu gelangen, scheinen im Frühling die Menschen viel entspannter zu sein. Unterwegs kommen wir leichter mit anderen ins Gespräch, genießen das gute Wetter in der Natur und bleiben so lange draußen wie möglich. Klar, dass so viele Glückshormone automatisch für gute Laune sorgen!Auch im Tierreich wird es am Frühlingsanfang romantisch. Viele Tiere werden nun besonders aktiv, gehen auf Partnersuche und bereiten sich auf ihren Nachwuchs vor.Ein weiterer großer Vorteil des Frühlings: Auf ihn folgt der Sommer und mit ihm die Urlaubszeit.

Mögen die immer häufiger werdenden Sonnenstrahlen dazu beitragen, ihre Kreativität zu erwecken, um wundervolle Texte entstehen zu lassen, ich freue mich schon darauf. In diesem Sinne bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf.

J/L 06.03.2024

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 Wiesbaen Autoren g 3349662867

                                     aktuell 2334382866

 

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 s l1600

 

Poesie der Worte

Ein moderner Schreibratgeber mit mehr als 200 praktischen Tipp aus der Feder der Autorin und Lektorin
Taschenbuch von Maria Zaffarana


Weitere Informationen zu Maria Zaffarana finden Sie in unserer Rubrik Lebensläufe sowie in der Rubrik Bücher unserer Autoren/innen.

 

 Beschreibung

Schreibratgeber gibt es viele, "eindimensionale" Abhandlungen übers Schreiben einige, doch Bücher mit einer dualen Perspektive und mehr als 200 praktischen, unorthodoxen Tipps nicht. Als Autorin und Lektorin biete ich ein Rundumverständnis - neudeutsch: ein Gesamtpaket - an. Denn meine leicht umzusetzenden Ratschläge spiegeln meine umfassenden Kenntnisse beider Seiten wieder.

"Poesie der Worte" ist ein Aufruf zur Selbstreflexion, ein Katalysator zur Entdeckung der eigenen, unverwechselbaren Stimme und ein Schlüssel, mit dem sich Autoren von allzu konventionellen Fesseln befreien werden. Mit jedem Kapitel, mit jedem Absatz öffne ich Türen zu neuen, unbekannten Ideenwelten, zu außergewöhnlichen Ausdrucksformen und zu erweiterten Horizonten dessen, was Schreiben sein kann.

Mit einer Vielzahl an unkomplizierten Übungen leite ich sie durch diesen kreativen Prozess, gebe ihnen produktive Impulse, um ihre Fantasie auf ein neues Level zu heben und letztendlich ihren eigenen, unverwechselbaren Blick für Stil zu schärfen. Autorinnen und Autoren werden beginnen, mit originellen Perspektiven zu experimentieren, mit Sprache auf spielerische Weise zu jonglieren und aus den ungewöhnlichsten Quellen Inspiration zu schöpfen.

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 Danke

 


Mein Dank geht auch in diesem Monat an alle Besucher dieser Webseite

Mein besonderer Dank geht in diesem Monat an: Horst Kohl, Karin Oehl, Margit Farwig, Angelface, Karin Lissi Obendorfer, Uwe Seltmann, Gabriele Geng.
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 Literatur

         Insider Tipp

       

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 Buntes Literaturfest in Leipzig Buchmesse mit vielen Stars

Die Leipziger Buchmesse erwartet in diesem Jahr namhafte Autorinnen und Autoren ebenso wie Stars aus der Unterhaltungsbranche. Unter anderem werden Marc-Uwe Kling, Ingrid Noll und Arne Dahl nach Leipzig kommen, kündigte Buchmesse-Direktorin Astrid Böhmisch an. Die Schauspieler Jörg Hartmann, Katja Riemann und Uschi Glas wollen während der Messe und dem dazugehörigen Festival Leipzig liest“ ebenfalls Bücher vorstellen. Die Buchmesse wird vom 21. bis 24. März veranstaltet. Als Gastland präsentieren sich die Niederlande und Flandern. Laut Direktorin Böhmisch ist der Zuspruch der Aussteller ungebrochen. Alle großen Verlage seien vertreten. Die Auslastung sei mehr als friedenstellend, sagte sie. Die Anmeldungen bewegten leicht über dem Niveau des Vorjahres. 2023 hatten sich 2082 Aussteller aus 40 Ländern in Leipzig präsentiert. Angesichts der vielen gesellschaftlichen und politischen Krisen auf der Welt wolle die Buchmesse in diesem Jahr ganz besonders ein Ort des Austauschs und der Meinungsbildung sein, sagte Böhmisch.

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 Ausschreibungen

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📌 Link: Gerlinger Lyrikpreis 2024 der Petra Schmidt-Hieber Literatur-Stiftung

Robert Gernhardt Preis

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Lyrik, Prosa
  • Voraussetzung: Die Autor*innen weisen einen Bezug zu Hessen im Lebenslauf oder im literarischen Projekt auf. Das Manuskript ist zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht fertiggestellt und wird im Bewerbungsjahr nicht veröffentlicht. Die Autor*innen können zwei selbstständige literarische Veröffentlichungen in Printmedien vorweisen.
  • Preis: 2x 12.000,- Euro

  • Bewerbungsfrist: 31. März 2024

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📌 Link: Robert Gerhardt Preis

Josef Guggenmos-Preis für Kinderlyrik

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Lyrik, Bilderbücher auf Basis eines Kindergedichtes, Anthologien
  • Voraussetzung: Die Bücher sind zwischen dem 1. September 2022 und dem 31. Mail 2024 erschienen.
  • Preis: 3.000,- Euro

  • Bewerbungsfrist: 31. März 2024

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„DauerHaft“
Einsendeschluss: 01. März 2024
Thema: „DauerHaft“
Für: Autor*innen mit Wohnsitz in Berlin oder im Land Brandenburg
Gewünscht: Prosa, 4.000-5.000 Zeichen inkl. Leerz.
Preis/Auszeichnung: Veröffentlichung in Anthologie

Weitere Details zur Ausschreibung 

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 Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2024
Einsendeschluss: 01. März 2024
Thema: „Kontrapunkt“
Für: Autor*innen ab 16 Jahren
Gewünscht: unveröffentlichte Lyrik, max. je 2 Seiten à 30 Zeilen
Preis/Auszeichnung: Veröffentlichung in Anthologie, Urkunde, antiquarisches Buch
Weitere Details zur Ausschreibung 

Schwäbischer Literaturpreis 2024
Einsendeschluss: 04. März 2024
Thema: „Auf Augenhöhe“
Gewünscht: unveröffentlichte Prosa, ca. 30.000 Z. inkl. Leerz.
Preis/Auszeichnung: Preisgeld im Gesamtwert von 6.600 €, Anthologie

„Qua-qua-Gedichte“
Einsendeschluss: 17. März 2024
Thema: „Riechen“
Gewünscht: Gedichte, max. 10 Zeilen
Preis/Auszeichnung: Vortrag innerhalb Radiosendung
Weitere Details zur Ausschreibung 

Feldkircher Lyrikpreis „Entfernt von verstaubter Verlässlichkeit“
Einsendeschluss: 20. März 2024
Thema: vorgegebene Gedichtzeile
Gewünscht: 5 Gedichte
Preis/Auszeichnung: Gesamtpreis im Wert von 5.000 €, Anthologie

Weitere Details zur Ausschreibung 

Josef-Guggenmoos-Preis für Kinderlyrik 2024
Einsendeschluss: 31. März 2024
Thema: frei wählbar
Gewünscht: veröffentlichte Kinderlyrik
Preis/Auszeichnung: Preisgeld im Wert von 3.000 €

Weitere Details zur Ausschreibung 

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Gedicht des Monats

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Über stille Poeten

Es gibt laute Redner und laute Dichter,
Autoren, Sänger und Propheten,
die sich Gehör verschaffen und Zuspruch suchen.
Und dann gibt’s noch die stillen Poeten.

Das sind die, die einfach schweigen,
weil sie nicht an sich selber glauben,
weil sie nicht glauben, dass sie jemand hören will,
weil irgendwer sagt, dass sie nichts taugen.

Das sind die, die einfach schweigen,
obwohl sie viel zu sagen hätten,
was wahr und schön und wertvoll wäre.
Ich will, dass wir sie nicht vergessen.

Es scheint unverständlich, dass sie ruhig sind,
aber jeder von ihnen hat einen Grund.
Ich glaube, dass eigentlich in jedem von uns
Ein stiller Poet innewohnt.


© Julia Engelmann

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Buch desMonats 
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 Engelmann

Beschreibung
Seit ihrem Internethit »One Day« fängt Julia Engelmann das Lebensgefühl einer ganzen Generation ein und begeistert ein Millionenpublikum. Ihre berührenden Zeilen über das Leben, die Liebe und die Suche nach dem Glück gehen direkt ins Herz. Dieser Band versammelt die schönsten Gedichte aus ihren ersten sechs Poetry-Büchern und beinhaltet sechs ganz neue Texte. Hits wie »Grapefruit«, »Keine Ahnung, ob das Liebe ist« und »One Day« schenken Hoffnung. Und mitreißend macht Julia Engelmann uns allen Mut, unsere Träume zu verwirklichen und das Leben mit Konfetti zu feiern.


Julia Engelmann wurde 1992 geboren und nahm schon früh an Poetry Slams teil. Ein Video ihres Vortrags »One Day« beim Bielefelder Hörsaal-Slam wurde zum Überraschungshit im Netz und bisher mehr als 14 Millionen Mal gelikt. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft der Musik. Ihre Poetry-Bücher, darunter »Eines Tages, Baby«, sind allesamt Spiegel-Bestseller.

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Ein Gedichtband der Poetry-Slammerin

Julia Engelmann ist Schauspielerin, Poetry-Slammerin, Dichterin und Sängerin ein wahres Multitalent. „Lass mal an uns selber glauben“ ist bereits ihr siebter Band mit selbst verfassten Texten und trägt den Untertitel „Meine schönsten Gedichte“. Damit wird klar: Es handelt sich nicht um neue Werke, sondern um ein „Best of“ aus den ersten sechs Bände. Hinzu kommen allerdings auch sechs ganz neue Texte, sodass für Fans, die schon alles im Regal haben, ein kleiner Mehrwert entsteht.

Julia Engelmann wurde 1992 geboren und nahm bereits früh an Poetry Slams teil. Ein Video ihres Vortrags „One Day“ beim Bielefelder Hörsaal-Slam wurde zum Überraschungshit im Netz und bisher mehr als 13,8 Millionen Mal geliked. Neben dem Slammen gilt ihre Leidenschaft der Musik. Ihre Poetry-Bücher, darunter „Eines Tages, Baby“, sind allesamt Spiegel-Bestseller. Ihr musikalisches Debüt „Poesiealbum“ erschien 2017.Seit ihrem Internethit fängt Julia Engelmann das Lebensgefühl einer ganzen Generation ein und begeistert ein Millionenpublikum. Ihre berührenden Zeilen über das Leben, die Liebe und die Suche nach dem Glück gehen direkt ins Herz.Hits wie „Grapefruit“, „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ und „One Day“ (allesamt im Buch vertreten) schenken Hoffnung. Und mitreißend macht Julia Engelmann uns allen Mut, unsere Träume zu verwirklichen und das Leben mit Konfetti zu feiern.

Es sind gefühlvolle Texte, die mal Lebensfreude vermitteln, dann wieder zu Tränen rühren. So bringt die junge Künstlerin die Poesie aus den Klassenzimmern in die Gegenwart und kann viele Menschen mit ihren Worten begeistern. Die wunderschönen und aussagekräftigen Illustrationen zu den Texten sind kleine Schwarz-weiß-Zeichnungen und stammen ebenfalls von Julia.

Das knapp 200seitige Buch erschien als Hardcover mit Lesebändchen.  Insider Tipp

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Februar

                                          

                   Februar 2024

 

 

    

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 a jockel02 1

                   In eigener Sache

 

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Liebe Besucher/innen und Gäste ich freue mich sehr, Sie auch in diesem Monat begrüßen zu dürfen. Endlich konnte der umfangreiche Aus/Umbau meiner Webseite in diesem Monat fertiggestellt werden. Nun habe ich endlich wieder mehr Zeit mich meinem Herzensprojekt mit voller Kraft zu widmen. Mein Dank geht auch in diesem Monat an unsere Autoren/innen die mit den zahlreichen veröffentlichten Texten dieses Projekt weiter am Laufen halten.

Diese Webseite widmet sich ja dem Motto, "Am Anfang war das Wort“, aber wussten Sie das Wörter auch unsagbare Verwirrung stiften können? Im nachfolgendem Text möchte ich Ihnen das näher vor Augen führen. 

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Die böse Pippi Langstrumpf Klassiker der Literatur

Gefeierter Schulstoff. Und plötzlich sollen Passagen verboten werden? Begriffe, die vor Jahrzehnten unproblematisch schienen, verletzen Menschen. Muss die Gesellschaft das aushalten, oder muss sich die Literatur anpassen?

Der Fall Pippi Langstrumpf, 2002 starb Astrid Lindgren. Hunderttausende folgten in Stockholm dem Trauerzug mit dem Sarg der mit 94 Jahren verstorbenen weltberühmten Kinderbuch-Autorin. Hinter dem Katafalk liefen ein junges Mädchen und ein weißes Pferd, die zentralen Figuren ihres zentralen Werkes „Pippi Langstrumpf“ aus den 1940er Jahren. Die Menschen liebten und weinten um die Schriftstellerin, auch, weil sie immer für Toleranz, Gewaltlosigkeit gegenüber Kindern und Tieren und gegen Rassenhass eingetreten war. Sieben Jahre später jedoch folgte der Hamburger Oettinger-Verlag, der die deutschen Rechte Lindgrens vertritt, dem schwedischen Verlagsvorbild und griff zum Radiergummi. „Negerkönig“, wie Pipis Vater in der Originalfassung hieß, und auch die „Negersprache“ verschwanden aus den Neuauflagen. Sie verwandelten sich in „Südseekönig“ und nach seinem Land „Taka-Tuka-Sprache“. Es ist nach Berichten höchst fraglich, ob Lindgren das so gewollt hätte.

Lösungswege wo ist der Ausweg, der die Heftigkeit der Töne dämmt, die Gegner zusammenführt und gleichzeitig Neues aufzeigt?
Fast 80 Prozent sind laut einer Umfrage gegen Änderungen von Begriffen wie „Indianer“ und „Negerkönig“ in den alten Büchern von Karl May und Astrid Lindgren. Aber immerhin fast die Hälfte der 3386 Befragten unterstützte eine weitere Linie: „Wir sollten sensibel mit der Sprache umgehen und Begriffe vermeiden, von denen sich manche diskriminiert fühlen“.

Steckt hinter diesem Wunsch die Möglichkeit, sich für die Zukunft Veränderungen vorzunehmen, die rückwirkend besser nicht zum Einsatz kommen?
Die 1980 in Süddeutschland geborene Kulturwissenschaftlerin Olalolou Fajambola setzt ähnlich auf praktische Lösungen. Sie rät zu einem konsequenten Umbau in Deutschlands Buchhandlungen und Leihbüchereien. Was fehlt dort, fragte sie der „Spiegel“. Fajambola antwortet darauf: „Selbst in Buchläden mit gut sortierten Abteilungen für Erwachsene denkt man in der Kinderbuchabteilung viel zu oft: Willkommen in den Fünfzigerjahren. Die böse Pippi Langstrumpf Klassiker der Literatur. Gefeierter Schulstoff. Und plötzlich sollen Passagen verboten werden?

Begriffe, die vor Jahrzehnten unproblematisch schienen, verletzen Menschen. Muss die Gesellschaft das aushalten, oder muss sich die Literatur anpassen? Pippi Langstrumpfs Schöpferin Astrid Lindgren stand außer Verdacht, rassistisch zu sein. Dennoch sind ihre Bücher bei manchen verpönt. Das liegt am N-Wort. Magdalena Kießling, Professorin für Literatur „Es gibt zu wenig Sensibilität dafür, was die Macht von Sprache ausmacht.“

Macht erzeugt aber auch sehr oft Ohnmacht. In diesem Sinne fordere ich Sie auch in diesem Monat dazu auf, seien Sie mutig benutzen Sie die Sprache so wie sie es gewohnt sind und erzählen Sie uns Ihre Geschichte.

In diesem Sinne bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf. /J/L 01.02.2024 

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 Schreibwettbewerbe, Literaturwettbewerbe 2024

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 Korbinian-Paul Maar-Preis für neue Talente 2024

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Kinder- und Jugendliteratur
  • Voraussetzung:
    • Bewerber*innen haben bisher nicht mehr als drei Bücher veröffentlicht
    • unveröffentlichte Manuskripte werden nicht angenommen
    • eingereichte Bücher erscheinen zwischen dem 31. April 2023 und dem 31. März 2024
  • Preis:500,- Euro
  • Bewerbungsfrist:  Februar 2024

📌 Link: Korbinian-Paul Maar-Preis für neue Talente 2024

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 Literaturpreis Nordost

  • Thema:In Finsternis …
  • Genre: Utopie
  • Voraussetzung:Einzureichen sind kleine oder größere Utopien von maximal 15.000 Zeichen.
  • Preis:
    Preis: 14-tägi­ger Schreib­auf­ent­halt in der Pri­g­nitz inklusive Preis­ver­lei­hung (NORD­OST-Wind­ro­se) und Lesung im Brü­sen­ha­ge­ner Kirch­turm sowie Kamin­ge­spräch mit den Lek­to­ren Obst & Ohle­rich. Als Unter­kunft dient eine groß­zü­gi­ge Feri­en­woh­nung. Zeit­raum ist die Neben­sai­son 2024. Im Wert von rund 1.700,- €, inkl. 250,- Euro Taschen­geld, exklu­si­ve An- und Abreise
    2. Preis: Ein Lite­ra­tur­gut­ach­ten über 200 Norm­sei­ten im Wert von 700,-
    3. Preis: Ein Lite­ra­tur­gut­ach­ten über 100 Norm­sei­ten im Wert von 450,- €
  • Bewerbungsfrist:  Februar 2024

📌 Link: 17. Literaturpreis Nordost

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 Literaturpreis für Jugendliche im Umkreis München

  • Thema:Herkunft
  • Genre: keine Vorgabe, jedoch sind in sich geschlossene Geschichten gefragt
  • Voraussetzung:
    • Bewerber*innen sind zwischen 13 und 18 Jahre alt und kommen aus den Landkreisen Ebersberg und München oder dem Münchener Umland
    • Einsendung von 3-6 Manuskriptseiten, Schriftart „New Courier“, Schriftgröße 14, Zeilenabstand 1,5
  • Preis:
    • Preis: 150,- Euro
      2. Preis: 100,- Euro
      3. Preis: 50,- Euro
    • Veröffentlichung der prämierten Geschichten auf der Homepage der VHS Vaterstetten sowie bei Facebook
  • Bewerbungsfrist:  Februar 2024

📌 Link: Literaturwettbewerb für Jugendliche im Umkreis München

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 Thema:Stein

  • Genre: Kurzgeschichten und Bilder
  • Voraussetzung: eingereichte Werke sind unveröffentlicht
  • Preis:
    • Preis: 2.500,- Euro
      2. Preis: 200,- Euro
      3. Preis: 200,- Euro
      Nachwuchspreis: 200,- Euro
    • Veröffentlichung der 30 besten Werke in einem Buch
  • Bewerbungsfrist:  Februar 2024

📌 Link: SpaceNet Award 2024

Möllertaler Geschichten Festival 2024 – Kurzgeschichtenwettbewerb

  • Thema:Jetzt
  • Genre: Kurzgeschichten
  • Voraussetzung: 
    • Bewerber*innen sind über 14 Jahre alt
    • unveröffentlichter Text von 750-1750 Wörtern
  • Preis:
    • Literaturpreis des Landes Kärnten und Preise der Fachjury: insgesamt 1.350,- Euro
    • Publikumspreis: insgesamt 850,- Euro
    • Möllertaler Preis: insgesamt 850,- Euro
  • Bewerbungsfrist:  Februar 2024

📌 Link: Möllertaler Geschichten Festival 2024 Kurzgeschichtenwettbewerb

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 Tage der deutschsprachigen Literatur 2024 / Ingeborg-Bachmann-Preis und weitere Preise

21.02.2024

Link zur Ausschreibung

deutschsprachige Prosatexte * unveröffentlicht * Für die Bewerbung ist es notwendig, von einem Verlag oder einer Literaturzeitschrift schriftlich empfohlen zu werden

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 Junger Literaturpreis Schleswig-Holstein

29.02.2024

Link zur Ausschreibung

Prosa * unveröffentlicht * Thema frei * für junge Erwachsene von 14 bis 20 Jahren

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 Gedicht desMonats 
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Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
Mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglück …
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
vorbei, verweht, nie wieder.

Du musst auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe
dein Genosse sein.
Es sieht hinüber
Und zieht vorüber …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

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Kurt Tucholsky (Berlin,1932).

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Buch desMonats 
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 hermann hesse der lange weg zu sich selbst gebundene ausgabe eugen drewermann

Hermann Hesse: Der lange Weg zu sich selbst
Zur Sprengkraft eines literarischen Denkers
• Eugen Drewermann

Eugen Drewermann hat sich wiederholt zum Wirken von Hermann Hesse (1877–1962) geäußert. Dieses Buch versammelt seine Beschäftigung mit dem deutschen Literaturnobelpreisträger. 2019 erhält der Autor den Preis der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft verliehen, eine Auszeichnung für die »Auseinandersetzung mit … Hermann Hesse, insbesondere die Pflege und Förderung des interkulturellen Dialogs«.

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Der Band enthält die Essays »Die Orientreise - der lange Weg zu sich selbst«, »Das Individuelle gegen das Normierte verteidigen« und »Gedanken über Narziss und Goldmund« sowie die Laudatio von Volker Michels auf den Preisträger sowie die Preisrede von Eugen Drewermann.

Dr. Eugen Drewermann ist Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller mit internationaler Reichweite; er gehört zu den erfolgreichsten theologischen Autoren. Für sein friedenspolitisches Engagement wurde er 2007 mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt er den internationalen Albert-Schweitzer-Preis, 2019 den Preis der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft. Der gefragte Referent nimmt immer wieder Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.

Eugen Drewermanns Text zu: Hermann Hesse – Der lange Weg zu sich selbst, enthält verschiedene Texte über Hesse, darunter ua „Das Individuelle gegen das Normierte verteidigen“, ein Text, der bereits 1995 bei Suhrkamp Taschenbuch erschienen ist; Dieser trägt nicht zufällig diesen Titel, der einstige Priester liegt die heutige Form der Kirche hinter sich und widmet sich immer mehr tiefenpsychologischen und spirituellen Ausrichtungen. Ein Theologe der sich sozusagen von der Theologie zur Psychoanalyse hin entwickelt hat.

Der ehemalige „Diener der Kirche“ wird Anfang der Neunzigerjahre von seinem Amt suspendiert – die Lehrerlaubnis wird ihm entzogen, hesseähnlich wird er ein „Anwalt des Gewissens“, der sich vom äußeren System lossagt, um sich mit der eigenen Selbstbestimmung zu verpflichten; H. Hesse: »Wer nicht in die Welt zu passen scheint, der ist immer nah dran, sich selbst zu finden.« Was beide Autoren hier gemeinsam haben, dass sie im Laufe ihres eigenen Werdegangs, in Verbindung mit der inneren Ausrichtung und Verbindung, auch dem Wunsch nach mehr Selbstbestimmung, mit äußerlich gesetzten Systemen immer mehr in Konflikt kommen.

Der Theologe und Tiefenpsychologe erhält 2019 den Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft; zwei seiner Aufsätze, die von 1994 und 1995 stammen, sowie ein Vortrag zur Auszeichnung selbst, sind Schriften zur Ermutigung von sich selbst; Volker Michels, der das Werk von Hesse betreut und herausgibt, sowie Karl-Josef Kuschel, Präsident der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft, haben hier zusätzliche eigene Beiträge beigesteuert. Mit anderen Worten: Hier wurden Texte anlässlich der Preisverleihung von Drewermann zusammengestellt, inklusive der gehaltenen Preisrede. Leider sind alle Texte von Drewermann älteren Datums, und weisen nicht unbedingt »eine frische, aktualisierte Version« auf das Werk von Hesse hin.

In seinen Texten nimmt Eugen Drewermann auf verschiedene Werke von Hesse Bezug, die unter anderem eine Auslotung zur »ewigen Mutter« als auch eine Loslösung von der »Sehnsucht nach dem Vater« sind, immer das Unbewusste auf dem inneren Radar erforschend – weil Bücher in uns etwas sprechen und aufzeigen können, was in uns selbst lebt! Die Prägung der eigenen Eltern, die innere Befreiung von ihnen, Anhaftung und Loslösung, innere Begrenzung und als Gegenpol die innere Freiheit ist etwas, was alle diese Texte als eine Art roten gemeinsamen Faden haben, als eine Art das Individuelle zu verteidigen und das Normierte zur »Strecke zu bringen«. Das alles immer Blick auf die eigene Wahrhaftigkeit ausgerichtet.

Gott hat mit jedem von uns etwas gemeint – das es zu verwirklichen gilt, ist einer der Kernaussagen dieses Buches, die man getrost einmal in aller Ruhe auf sich wirken lassen kann. Die Frage ist nur, ob wir unsere Liebeskraft in uns erweitern und entwickeln können, ob wir dem »Geheimnis des Seins« auf die Spur kommen; Doch was Hesse und Drewermann verbindet und auch gemeinsam haben, ist die Bewusstwerdung des ICH und das Hin-Lauschen nach innen. Es ist diese innere Ausrichtung, nach der unser Leben bestimmt und gelebt wird und beide gemeinsam ist. Die Ausrichtung auf eine gelebte Wahrhaftigkeit ist etwas, das nicht nur beiden Autoren gemeinsam ist, sondern auch für das eigene Leben adaptiert gehört, wenn die innere Wahrheit auch nach außen gelebt haben möchte, um ein wirklich zufriedenes gelebtes Leben geführt zu haben.


Meinung zum Buch

„Pädagogisch, psychologisch, politisch, moralisch, religiös – in fünf Bereichen mindestens hat Hermann Hesse in den Auseinandersetzungen seines Lebens etwas Exemplarisches durchlitten und erstritten, das unwiderleglich und kostbar ist: das Recht und die Rechtfertigung, ein Individuum zu sein.“ So fasst der Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann zusammen, was für ihn Person und Werk von Hermann Hesse auf dessen „langen Reise zu sich selbst“ ausmacht.

Unter dem Obertitel „Der lange Weg zu sich selbst“ sind in dem Buch vier Texte von Drewermann zu finden, die durchaus unabhängig voneinander gelesen werden können.

„Mein Dank an Hermann Hesse“ ist jener Text überschrieben, mit dem sich Drewermann für die Verleihung des Hermann-Hesse-Preises an ihn bedankt. Drewermann sieht Hesse als einen apolitisch Politischen, der einem „hellsichtigen Humanismus“ verpflichtet ist. Geprägt sieht er Person und Werk durch Eigensinn, Überzeugung und Verweigerung. Anhand von „Klein und Wagner“, vor allem aber mit „Narziß und Goldmund“ verweist Drewermann auf das Problem der Spannung von Selbstsein und innerer Zerspaltenheit. Und mit dem „Steppenwolf“ auf den Weg ins Unerschaffene, in die Menschwerdung. Drewermann ergänzt seine Ausführungen mit eigenen Erfahrungen, die er überschreibt: Das Existieren als Einzelner, innere Freiheit in absoluter Bindung, Religion als Therapie, einfühlendes Zuhören.

„Das Individuelle gegen das Normierte verteidigen“ ist der zweite Text von Drewermann überschrieben. Deutlich verweist Drewermann darauf, dass der Einzelne und seine politische Dimension bei Hesse überall vor allem an den Fragen um Krieg und Frieden erhellt wird. So schreibt Hesse: „Das Brudergefühl, das dadurch genährt wird, dass man zu Tausenden marschiert und Waffen trägt, ist mir sowohl in der militärischen wie revolutionären Form nicht annehmbar.“

„Gedanken über Hermann Hesses ‚Narziß und Goldmund‘“ greift noch einmal Gedanken aus dem „Dank an Hermann Hesse“ auf und vertieft sie aus psycholanalytischer Sicht. Probleme sind für Hesse die verbannte Mutter, die Polarität von Geist und Gefühl, die Spannung von Freiheit und Ausdruck sowie die Sehnsucht nach der Urmutter.

„Hermann Hesse: Die Orientreise – Der lange Weg zu sich selbst“ beschließt Drewermanns Texte; es ist die Nachschrift eines von Drewermann frei gehaltenen Vortrages. Er sieht Hesse bei einer „Pilgerreise“ zu sich selbst nicht als Reiseleiter oder Tourismus-Berater sondern als Begleiter an der Seite von Wandernden, niemals Ruhenden, wie in der „Morgenlandfahrt“ aus verschiedenen Facetten deutlich wird.

Ergänzt werden die Beiträge von Eugen Drewermann durch eine Einleitung des Tübinger Theologen Karl-Josef Kuschel und den Herausgeber der Schriften und Briefe Hermann Hesses, Volker Michels. Kuschel setzt Drewermann in Kontakt zu seinem Gespräch mit Literaturen und Religionen. So seine Beschäftigung mit Dostojewski und mit Hermann Melville. Aber auch zu den Erfahrungen von Hesse und Drewermann mit Tiefenpsychologie und nichtchristlichen Religionen. Volker Michels sieht Drewermann als einen „streitbaren Mutmacher“.

Diesem hier zusammengefassten Blick Drewermanns aus verschiedenen Perspektiven auf den „streitbaren Mutmacher“ Hermann Hesse sind viele Leser zu wünschen.

© Werner A. Krebber

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Fortsetzung folgt

 


 
Januar.2024 
Ich lade Sie herzlich ein, lassen Sie uns gemeinsam mit Dr. Eugen Drewermann in das neue Jahr starten.                               
- Hier geht es zum Video -

 „Tragen wir in die Zeit hinein die Wahrheit des Wortes: Nur die frei bleiben von Gewalt,werden das Land besitzen, diese Erde als Menschen bewohnen.“
 
  
 

jockel

Nur wer die eigene ...
... Vergangenheit respektiert, übernimmt die volle Verantwortung für sein Hier und Jetzt.


Neujahr
Übergangsphase

Oftmals werden schwierige Ereignisse, die wir schon meinten hinter uns gelassen zu haben, gerade in der Übergangsphase von altem und neuem Jahr wieder lebendig. Emotionen suchen sich ihren Raum. Besonders, wenn wir einen lieben Menschen, ein Haustier oder eine liebgewonnene Umgebung loslassen mussten, kann es sein, dass wir den Schmerz und die Trauer nochmals sehr intensiv durchleben. Wir spüren die Endgültigkeit, die uns mit dem Ende des Jahres sehr stark ins Bewusstsein tritt.

Das Traurig sein zulassen, hilft verarbeiten und ist ein Schritt in die neue Richtung. Ein Entwicklungsschritt, der schmerzhaft ist, aber auch befreiend. Durchschreiten, annehmen, wieder loslassen... Irgendwann wachsen wir in die Antwort hinein, wie Rilke sagte und Neues kann und darf entstehen. Den Rhythmus bestimmen wir selber.

Das Neujahr mit seinem neuen Tag, mit seinem frischen Morgen bietet uns die Möglichkeit eines Neuanfangs. Egal wie groß oder klein dieser ist, wir können ihn genau nach unseren Vorstellungen, nach unseren ureigenen Bedürfnissen selber gestalten. Welche Freiheit!

Altjahreswoche
Altes reflektieren - über Neues fantasieren

In der Altjahreswoche dürfen wir uns durchaus etwas Zeit nehmen für uns selber. Es kann hilfreich sein, über das alte Jahr zu reflektieren und uns in Fantasien und Träumereien über das neue Jahr fallen zu lassen. Sich die Zeit nehmen und dieses "Dazwischen" bewusst gestalten ist ein wunderbares Ritual, das befreit und stärkt, das öffnet und Mut macht.

Loslassen
Klingt immer so einfach

Manchmal ist es Zeit, etwas oder jemanden loszulassen, weil wir uns nicht mehr wohl fühlen, weil wir krank werden, weil es nicht mehr passt, weil es uns den Atem nimmt, weil wir aus einer Rolle aussteigen möchten...

Wir dürfen uns eingestehen, dass wir das ein oder andere nicht mehr lieben und Abhängigkeiten und Gewohnheiten kein Ersatz für Liebe sind. Vielleicht passen die Freunde nicht mehr, der Partner, die Freizeitbeschäftigungen oder die Arbeit erfüllt nicht mehr. Manchmal stehen alte Konflikte im Raum, die wir über das Jahr hinweg aufgeschoben oder verdrängt haben. Gefühle und Emotionen, die nach Ausdruck drängen. Möchten wir entspannter ins neue Jahr gehen, ist es hilfreich die Dinge beim Namen zu nennen. Ein Gespräch erledigen, sich Luft verschaffen, etwas bereinigen.

Das neue Jahr kann kommen
Ruhen lassen - Druck wegnehmen

Das neue Jahr lässt sich leichter umarmen, wenn wir das ein und andere erledigt haben, aber auch damit, dass wir es ruhen lassen und annehmen, wie es jetzt gerade ist. Unter Druck setzen mit Vorsätzen wirkt kontraproduktiv. Das Leben müssen wir nicht innerhalb weniger Tage umstrukturieren. Meistens reicht es, wenn wir uns bewusstmachen, was wir im Laufe des neuen Jahres verändern möchten. Welche Wünsche und Bedürfnisse mehr Beachtung und Raum brauchen, welche Fragen zu beantworten sind. Denn schließlich steht wieder ein ganzes Jahr vor uns, das uns Zeit für Entwicklung schenkt. Und das ist doch etwas Wunderbares.

Vorsätze
Überleben selten lange

Für viele Menschen ist Neujahr ein guter Zeitpunkt, um Vorsätze zu fassen und sie auch anzugehen. Manche Vorsätze überleben sogar den ersten Monat, viele jedoch scheitern bereits am Tag danach und nur wenige werden wirklich konsequent durchgezogen. Das mit den Vorsätzen ist also leichter vorgenommen als umgesetzt. Vorsätze sind ja auch etwas ganz fieses. Warum? Weil sie in der Regel nicht lebensnotwendig sind. Will man ein Ziel erreichen, muss dieses Ziel so stark sein, dass wir uns von ihm ziehen lassen. Oder anders gesagt, man muss richtig Bock haben darauf: „Anfangen ist leicht, durchziehen schwer, Ziel erreichen unmöglich. Fazit: Ziele müssen krass Bock machen, wie die Blüten am Baum, die unbedingt zur Frucht werden wollen."

Bucket-List
Kann Sinn machen

Ich bin kein Fan von Listen jeglicher Art. Mache ich mal eine, wird sie schon am anderen Tag über Bord geworfen. Das ist wie mit den Vorsätzen. Da geht es mir wie den meisten Menschen. Wahrscheinlich geht es uns einfach zu gut. Wir müssen ja nicht, wir leben ewig. So in etwa. Neulich las ich dann die Geschichte von Martin Inderbitzin, der nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs sein Leben umkrempelte. Konfrontiert mit seiner Endlichkeit erstellte er eine sogenannte Bucket-list, eine Liste mit Dingen, die man noch nie gemacht hat, aber in seinem Leben gerne noch machen möchte. Drei Monate nach der ersten Chemotherapie schaffte er den ersten Triathlon, er heiratete, machte eine Weltreise..., gibt heute Workshops.

Zugegeben, das sind nicht unbedingt Dinge, die ich noch machen möchte, aber es zeigt sehr schön auf, dass fast alles möglich ist. So eine Bucket-list in der Altjahreswoche erstellen, warum nicht. Wir brauchen nicht zu warten, bis wir durch einen Schicksalsschlag "gestoßen" werden.

Mit diesen kleinen Denkanstößen möchte ich mit Ihnen gemeinsam das neue Jahr beginnen. Herzlichen Dank für den Besuch auf meiner Webseite und an die Autoren/innen für das Engagement und das Herzblut für dieses Projekt. Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf./ J/L 01.01.2024


Ein Jahr ist nichts

Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,

ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.

Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;

ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.

Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;

in eigenem Sinn genossen und gestrebt.

Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,

das uns im Innern nicht ein Neues bot.

Das Jahr war viel, in allem Leide reich,

das uns getroffen mit des Geistes Streich.

Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:

nur nach dem Vollen misst des Lebens Gang,

ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.

Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.


(Hanns Freiherr von Gumppenberg, 1866-1928, deutscher Dichter, Übersetzer, Kabarettist)


Vorrauschau 2024

Politik

Dass der Krieg in der Ukraine 2023 beendet sein würde – womöglich mit einem Sieg Kiews über den russischen Aggressor – lag vor einem Jahr im Erwartungshorizont nicht weniger Experten. Es kam anders. Ein wichtiger Grund: Der Westen unterstützt gerade nicht genug – für die Ukraine ist es zu viel um zu verlieren, aber zu wenig für den Sieg. Wird es 2024 Frieden geben? Und unter welchen Bedingungen? Reicht man Putin den kleinen Friedensfinger, nimmt er dann die ganze Hand?

Wenn Mitte Februar die 60. Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet, wird ein weiterer Krieg auf der Tagesordnung stehen. Die Hamas hat ihn Israel erklärt mit einem Massaker an Zivilisten. Die Unschuldigen sind auch die Leidtragenden des israelischen Einmarsches im Gazastreifen.

Der Westen unter Druck

Wie im Fall der Ukraine ist der Westen der eigentliche Feind. Iran, China, Russland und ihre Verbündeten wollen die freiheitlichen Demokratien destabilisieren – eine Erkenntnis, die alles andere als neu ist, lässt man die warnenden Mottos der letzten Sicherheitskonferenz Revue passieren.

Nicht nur unverbesserliche Pessimisten oder Optimisten – je nach Haltung – stellen sich den Westen bereits ohne die USA vor, wenn sie auf den 5. November blicken, den Tag der Präsidentenwahl in Amerika. Nein, Donald Trump ist noch nicht in eine zweite Amtszeit gewählt, er ist noch nicht einmal als Kandidat nominiert. Aber für den Fall der Fälle warnen auch unaufgeregte Analytikerinnen wie Liana Fix Europa, sich allzu großen Illusionen hinzugeben.

"Wenn Donald Trump einfach die Glaubwürdigkeit der Nato infrage stellt und die Glaubwürdigkeit der US-Garantien für Europa, und zum Beispiel suggeriert, dass er nicht zur Verteidigung des Baltikums kommen wird. Allein so eine Aussage kann schon ausreichen, um die Verteidigung der Nato komplett zu unterminieren, und um Russland zu ermutigen, zu zündeln an den Grenzen." Liana Fix, Council on Foreign Relations, Washington.

Neue Gesetze und Verordnungen

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2024 eine Reihe von Änderungen auf den Weg gebracht, einige davon wirken sich direkt auf die finanzielle Situation vieler Bürgerinnen und Bürger aus. Manches war bereits seit Längerem geplant, anderes kam erst vor Kurzem hinzu, weil die Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Verfassungsgerichts ihre ursprüngliche Finanzplanung korrigieren musste. Wichtige Änderungen im Überblick

Bürgergeld und Mindestlohn steigen

Die Regelsätze für das Bürgergeld steigen um 12 Prozent - von bislang 502 auf 563 Euro monatlich für Alleinstehende. Die geplante Erhöhung war unter anderem von CDU und FDP aufgrund der angespannten Haushaltslage kritisiert worden.

Der Mindestlohn steigt im Januar von 12 auf 12,41 Euro in der Stunde.

Auch die Obergrenze für Minijobs steigt: von 520 auf 538 Euro im Monat.

Der Mindestlohn in der Altenpflege steigt ab Mai 2024 auf 15,50 Euro für Pflegehilfskräfte, auf 16,50 Euro für qualifizierte Pflegehilfskräfte und auf 19,50 Euro für Pflegefachkräfte.

Auch die Renten werden im Juli 2024 voraussichtlich wieder steigen - laut offizieller Prognose um 3,5 Prozent. Die Daten sind vorläufig, Klarheit gibt es erst im Frühjahr.

CO2-Preis steigt deutlich

Der CO2-Preis steigt ab Januar 2024 von 30 auf 45 Euro pro Tonne. Ursprünglich war lediglich eine Erhöhung auf 40 Euro geplant, durch das entstandene Loch im Bundeshaushalt wurde nun kurzfristig die deutlichere Steigerung vereinbart. Das wirkt sich auf die Preise für Diesel, Benzin, Erdgas und Heizöl aus: Der Liter Benzin dürfte sich um rund 4,3 Cent, der Liter Diesel um etwa 4,7 Cent verteuern. Das Instrument der CO2-Bepreisung wurde 2021 eingeführt, der Preis steigt planmäßig jedes Jahr. Allerdings war die Steigerung 2023 wegen der hohen Energiepreise vorübergehend ausgesetzt. Mit der CO2-Bepreisung will man Anreize schaffen, um den klimaschädlichen Verbrauch fossiler Brennstoffe und damit den CO2-Ausstoß zu verringern.

Heizungsgesetz tritt in Kraft

Künftig muss jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das Heizungsgesetz, das im Januar in Kraft tritt, gilt aber zunächst nur für Neubaugebiete. Für Neubauten außerhalb von Neubaugebieten gilt die Regelung frühestens ab 2026. Für bestehende, funktionierende Heizungen, etwa Öl- oder Gasheizungen, ändert sich erstmal nichts, sie können weiterlaufen und dürfen auch repariert werden. Für neue Heizungen in Bestandsgebäuden gilt eine Übergangsfrist. Wer eine neue Heizungsanlage einbauen möchte, die mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen - also etwa Erdgas - betrieben wird, muss sich vorab verpflichtend beraten lassen. Einen guten Überblick über die neuen Regelungen bietet der Heizungswegweiser der Bundesregierung.

Cannabis: Legalisierung kommt

Besitz und Konsum von Cannabis soll für Erwachsene ab dem 1. April 2024 mit Einschränkungen straffrei sein. Sie dürfen künftig bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenbedarf besitzen, im privaten Eigenanbau ist der Besitz von bis zu 50 Gramm sowie von bis zu drei weiblich blühenden Pflanzen erlaubt. Strafbar soll im öffentlichen Raum erst ein Besitz ab 30 Gramm sein, im privaten Raum ab 60 Gramm.

Neues Pfand auf Einweg-Milchflaschen

Auf Milch und milchhaltige Getränke in Einweg-Plastikflaschen werden ab Januar 25 Cent Pfand fällig. Bislang waren diese Getränke von der Pfandpflicht ausgenommen.

"Tethered Cap" für Plastikflaschen wird Pflicht

Ab Juli 2024 müssen Einweg-Plastikflaschen und Tetrapaks eine feste, nicht mehr abtrennbare Verschlusskappe haben. Dann werden die sogenannten Tethered Caps ("angebundene Kappen") Pflicht für PET-Getränkeverpackungen mit einem Volumen von bis zu drei Litern, also etwa für Wasser, Limonade und Milch. Hintergrund ist eine neue EU-Vorgabe, die für weniger Plastikmüll in der Umwelt sorgen soll.

Steuerfreibetrag wird erhöht

Einkommensteuer: Der steuerliche Grundfreibetrag - also das Einkommen, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss - steigt um 180 Euro auf 11.784 Euro.Auch der Kinderfreibetrag soll steigen: auf 6.612 Euro pro Kind.Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent ist 2024 erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 66.761,00 (zuvor 62.810 Euro) fällig.

Energiepreisbremse endet, Umsatzsteuer auf Gas steigt ab März

Die Umsatzsteuer auf Gaslieferungen und Fernwärme war im Oktober 2022 auf sieben Prozent abgesenkt worden. Ab März 2024 soll sie wieder auf 19 Prozent angehoben werden.Die Strom- und Gaspreisbremse endet am 31. Dezember 2023 und wird nicht, wie zunächst geplant, bis Ende März 2024 fortgesetzt. Durch sie waren die Strom- und Gaskosten für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs gedeckelt - auf 12 Cent pro Kilowattstunde Gas sowie 40 Cent pro Kilowattstunde Strom. Verbraucher sollten daher prüfen, ob sich ein Anbieterwechsel für sie lohnt.

 Keine Förderung mehr für E-Autos

Die Förderung für den Kauf neuer E-Autos ist bereits kurzfristig Mitte Dezember ausgelaufen. Seither gibt es keine Prämie mehr. Allerdings haben mehrere Autobauer bereits angekündigt, ihren Kunden stattdessen einen entsprechenden Rabatt einzuräumen.

Mehrwertsteuer in der Gastronomie steigt wieder

In Restaurants und anderen Gastronomiebetrieben gilt ab Januar 2024 wieder der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Er war 2020 während der Corona-Pandemie befristet von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden.

Ladekabel: USB-C wird einheitlicher Standard

Ab Dezember 2024 müssen viele in Deutschland verkaufte Elektrogeräte einen einheitlichen USB-C-Ladeanschluss haben. Der USB-C-Standard gilt künftig für alle kleinen und mittelgroßen Geräte, die aufladbar und tragbar sind, also beispielsweise Smartphones, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, tragbare Lautsprecherboxen, E-Reader oder Spielekonsolen.

Kinderzuschlag steigt

Um Familien mit geringem Einkommen finanziell besser zu unterstützen, steigt der Höchstbetrag des Kinderzuschlag von 250 Euro auf bis zu 292 Euro pro Monat und Kind.

Niedrigere Einkommensgrenze für Elterngeld

Die Einkommensgrenzen für das Elterngeld sinken. Bisher konnten Eltern mit einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen von bis zu 300.000 Euro und Alleinerziehende mit einem Verdienst von bis zu 250.000 Euro Elterngeld beantragen. Ab April 2024 wird die Einkommensgrenze in zwei Schritten zunächst auf ein jährliches Einkommen von 200.000 Euro, ab April 2025 auf 175.000 Euro für Paare und 150.000 Euro für Alleinerziehende gesenkt.

Führerschein-Umtausch, Lkw-Maut wird ausgedeht

Führerschein-Umtausch: Wer in den Jahren 1965 bis 1970 geboren ist und noch einen rosafarbenen oder grauen Führerschein besitzt, muss das Dokument bis zum 19. Januar 2024 in einen fälschungssicheren Scheckkarten-Führerschein umtauschen. Der Umtausch erfolgt stufenweise nach Geburts- beziehungsweise Ausstellungsjahr.Die Mautpflicht für Lastwagen auf Deutschlands Fernstraßen wird 2024 auf Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen ausgedehnt. Handwerkerfahrzeuge unter 7,5 Tonnen sind von der Mautpflicht befreit.Nicht vergessen: Wer an seinem Fahrzeug eine grüne TÜV- oder HU-Plakette hat, muss 2024 zu einer Prüfstelle fahren und bekommt - wenn es keine technischen Mängel gibt - einen frischen Aufkleber in Blau.

E-Rezept wird verpflichtend

Ab Januar müssen Ärzte für verschreibungspflichtige Arzneimittel E-Rezepte auszustellen. Versicherte können die E-Rezepte in der Apotheke per App, Papierausdruck oder mit der Krankenkassenkarte einlösen.

Längerer Anspruch auf Kinderkrankengeld

Berufstätige Eltern, die gesetzlich krankenversichert sind, haben ab 2024 statt auf bislang zehn auf bis zu 15 Kinderkrankengeldtage Anspruch. Für Alleinerziehende sind es künftig 30 statt bisher 20 Arbeitstage. Die Corona-Sonderregelung, die bis zu 30 Tage pro Elternteil ermöglichte, läuft aus.

Balkonkraftwerke: Inbetriebnahme wird einfacher

Die Installation von Balkonkraftwerken soll ab dem 1. Januar 2024 leichter werden. Künftig soll eine Registrierung im Marktstammregister der Bundesnetzagentur ausreichen. Auch dürfen die Geräte sofort in Betrieb genommen werden, für den Austausch des Stromzählers ist der Netzbetreiber zuständig.

Kinderreisepass wird abgeschafft

Ab Januar 2024 können keine Kinderreisepässe mehr beantragt werden. Das Dokument, das es nur für Kinder unter zwölf Jahren gab, soll durch einen elektronischen Reisepass mit längerer Gültigkeitsdauer ersetzt werden. Bereits ausgestellte Kinderreisepässe behalten ihre Gültigkeit bis zu ihrer regulären Ablauffrist.

Auch in Hamburg keine Bahnsteigkarte mehr nötig

Als letztes Bahnunternehmen in Deutschland schafft der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) die Bahnsteigkarte ab. Sie kostete zuletzt 10 Cent und berechtigte zum Betreten des Bahnsteiges, um beispielsweise Menschen zum Zug zu begleiten oder abzuholen.


Poetry Slam News

Die letzten Berliner waren gerade verputzt und der Silvestermüll war noch nicht weggeräumt, da stand am 2. Januar 2024 die Hamburger Elbphilharmonie ganz im Zeichen des Poetry Slams mit drei Veranstaltungen inklusive der Verleihung des „Kampf der Künste Awards“.

In drei Shows mit über 6.000 Gästen in der Hamburger Elbphilharmonie wurde das gesprochene Wort gefeiert. Dabei waren die besten Slamer des Landes von u.a. David Friedrich und Paulina Behrendt dabei. Verliehen wurden im Rahmen des Best of Poetry Slam Days zum zweiten Mal die Poetry Slam Awards Deutschlands.

Der Gewinner des deutschen Poetry Slam Awards 2024 ist Julian Heun. Der Award ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung begründete die dreiköpfige Jury bestehend aus:

Lisa Jaspersen (Inhaberin Faible,Booking, Leipzig), Karsten Strack (Gründer Lektora Verlag und künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL) und Christine Brinkmann (Poetry Slam Veranstalterin und Leiterin der Literatursparte beim Zakk Düsseldorf) u.a. mit den Worten:

„Ja, der Award geht in diesem Jahr an einen der erfolgreichsten und vielfältigsten Aktivisten der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Er ist zweifacher deutschsprachiger Meister im Team-Slam, hat in jungen Jahren die deutschsprachige U20-Poetry-Slam-Meister: innen Schaft gewonnen, ist Berliner Meister geworden – aber da ist noch viel mehr: Er ist Slam-Veranstalter, Radio-Moderator, Buchautor, DJ und nicht zuletzt wirkt er als Chefcoach, Trainer der Fußballmannschaft des FK Interslam äußerst positiv in die Slam-Szene hinein. Er ist quasi unser Sepp Herberger. Es ist Julian Heun“.


Nora Gomringer erhielt einen Ehrenpreis. Poetry Slam-Legende Sebastian 23 hielt für sie die Laudatio. Den Publikumspreis für den besten Auftritt am Abend gewann Paulina Behrendt. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert. Mit dem Rising Star Award wurde Benjamin Poliak vom Publikum belohnt.

Geehrt wurden außerdem die Safe Space Kampagne des Vereins Slam Alphas für die beste Szenearbeit und das Hotel Superbude als Held für besondere Verdienste um die Poetry Slam Kultur in Hamburg.

In der Tat, die Best of Poetry Slam Days haben sich mit ihrer zweiten Auflage in Hamburg etabliert. Der Zuschauerzuspruch ist ein guter Beweis. In diesem Sinn, schon einmal vormerken: Der dritte Best of Poetry Slam Day findet am 4. Januar 2025 wieder in der Elbphilharmonie statt. Der Vorverkauf hat begonnen.


 Schreibwettbewerbe   - Januar 2024 


Die Freiheit, die ich meine …

  • Thema: Die Gewissensfreiheit ist eines der wichtigsten Güter in unserer demokratischen Gesellschaft. Aber was bedeutet diese Gewissensfreiheit für jeden Einzelnen? Was hat das mit Verantwortung zu tun? Was hat das mit unserem Zusammenleben zu tun?
  • Genre: keine Vorgabe
  • Voraussetzung: Texte mit bis zu 30.000 Zeichen, maximal drei Einreichungen
  • Preis:
    • 1. Platz: 1.000.- Euro
      2. Platz: 500.- Euro
      3. Platz: 250.- Euro
    • für Gewinner aus der Sonderkategorie Schüler*in: 750.- Euro
    • Reise zur Leipziger Buchmesse und Abdruck der Gewinnertexte in den Publikationen der Medienpartner für die Gewinner*innen
  • Bewerbungsfrist: 31. Januar 2024

📌 Link:Die Freiheit, die ich meine …


Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2024

  • Thema: Vom Verschwinden
  • Genre: keine Vorgabe
  • Voraussetzung: Bewerber*innen sollten bereits erste Veröffentlichungen vorweisen können und zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Einzureichen ist ein noch unveröffentlichter deutschsprachiger Erzähltext zum Thema Vom Verschwinden von maximal 15.000 Zeichen. 
  • Preis:
    • Hauptpreis: 5.000,- Euro
    • 2 Förderpreise zu je 1.000,- Euro
  • Bewerbungsfrist: 31. Januar 2024

📌 Link:Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2024


36. Fränkischer Preis für junge Literatur

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Lyrik, Prosa
  • Voraussetzung: Wettbewerb richtet sich an Schreibende von 16 bis 30 Jahren aus Franken
  • Preis:
    • Preisgelder in Höhe von insgesamt 1.500,- Euro, die auf bis zu fünf Preisträger*innen aufgeteilt werden
    • Jahresabo der Autorenzeitschrift Federwelt
  • Bewerbungsfrist: 31. Januar 2024

📌 Link: 36. Fränkischer Preis für junge Literatur


Heinrich-Heine-Stipendium 2025/26

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Lyrik, Prosa
  • Voraussetzung: Einsendung einer Buchveröffentlichung oder mehreren Einzelveröffentlichungen sowie von 10 bis 20 Seiten eines unveröffentlichten Manuskripts
  • Preis: dreimonatiges Aufenthaltsstipendium in Lüneburg
  • Bewerbungsfrist: 31. Januar 2024

📌 Link: Heinrich-Heine-Stipendium 2025/26


Junges Literaturforum Hessen-Thüringen

  • Thema: keine Vorgabe
  • Genre: Lyrik, Prosa
  • Voraussetzung:
    • Bewerber*innen sind zwischen 16 und 15 Jahren alt und wohnen in Hessen oder Thüringen
    • Einsendung von insgesamt maximal 1.300 Wörtern
  • Preis: 
    • 10x  800,- Euro
    • Teilnahme an einem Workshop
    • Veröffentlichung im Jahrbuch „Nagelprobe“
    • hr2-Literaturpreis
  • Bewerbungsfrist: 31. Januar 2024

📌 Link: Junges Literaturforum Hessen-Thüringen


Buchtipp des Monats Januar ****


 Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

 Nach seiner Erzählung Honigkuchen aus dem Jahr 2022 erscheint mit Die Stadt und ihre ungewisse Mauer nun endlich wieder ein neue Roman des großen japanischen Autoren Haruki Murakami. Darin geht es um eine ummauerte Stadt, die nur betreten kann, wer seinen eigenen Schatten zurücklässt – der Roman hat also, wie von Murakami gewohnt, einige surreale Momente. Dort, in dieser Stadt, lebt das wahre Ich des Mädchens, in das sich der Erzähler als Teenager unsterblich verliebt hat. Also besucht er die Stadt, doch das Mädchen erkennt ihn nicht mehr wieder. Zurück in der echten Welt beginnt er, sich ein Leben aufzubauen, doch die Erinnerung an dieses Mädchen lässt ihn nicht mehr los. Ein toller Roman über Selbstfindung, unerwiderte Liebe und die Fähigkeit, über seinen eigenen Schatten zu springen – oder diesen zurückzulassen. Melancholisch, zärtlich, philosophisch – ein echter Murakami eben.

 Insider Tipp

 

 

 


 

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Haruki Murakami

Ein weltweit bekannter Bestsellerautor mit Tiefblick: Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto geboren. Heute lebt er in Ōiso auf der der japanischen Hauptinsel Honshū. Murakamis Romane und Erzählungen sind in seinem Heimatland und international Bestseller und wurden bereits in fünfzig Sprachen übersetzt. Sein Debütroman „Pinball“ erschien 1973 in Japan (in Deutschland erst 2015) als erster Teil der „Trilogie der Ratte“. In Deutschland bekanntere Werke Murakamis sind unter anderem „Naokos Lächeln“ (1987, dt. 2001), „Mister Aufziehvogel“ (1995, dt. 1998), „Kafka am Strand“ (2002, dt. 2004) und „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ (2013, dt. 2014). Der Roman „Die Ermordung des Commendatore“ (2017) ist in Deutschland 2018 in zwei Teilen erschienen. Sämtliche Geschichten sind durch surrealistische und mythische Elemente, Anspielungen auf die Popkultur sowie durch schonungslose Direktheit und zugleich große Sensibilität für die menschliche Psyche geprägt. Verlust und Einsamkeit sowie die Suche nach Identität sind wiederkehrende Motive in Murakamis Werk. Der japanische Erfolgsautor bedient sich einer klaren und direkten Sprache und entfaltet in seinen fiktionalen Texten vielschichtige Welten, die den Leser weit über das Alltagsdenken hinaus mitnehmen. Für seine Werke erhielt Murakami zahlreiche Literaturpreise, unter anderem 2006 den Franz-Kafka-Literaturpreis, 2009 den Jerusalem-Literaturpreis und 2014 den Welt-Literaturpreis.


  Gedichte des Monats


winterweg


zarte zeichen gibt der himmel
großes weißes wort

nur mein weg
spart den letzten buchstaben aus
und graues glas
führt singend über die
frostgetrocknete pfütze

eine eisige wolke strandet
festgebissen im gestrüpp
behaart ihr winteratem den strauch

meine finger streicheln
die federn des vogels
seine zerschnittene stimme
die winzige kralle


© Gisela Hübner


Entnommen aus:

Gisela Hübner
Zweisam


Die Gedichte von Gisela Hübner sind lebendige Augenblicke einer genauen Beobachterin. Das lyrische Ich der Autorin ist lustvoll, aber auch zuweilen unerbittlich. Der Ton der Ironie, der immer wieder aufblitzt, trägt den Leser durch die Leuchtgirlande der Lebensmomente.


Lothar Seidler Verlag, Heidelberg
ISBN 978-3-931382-47-6/ € 9,30


 

Neujahr 2024

Alles auf Anfang um Mitternacht,
neues Jahr - neues Glück!
Das Leben ist für die Menschheit gemacht
Und die spielt ihr nächstes Stück.

Es ist ein Epos, ein Versroman,
der handelt von Liebe und Leid.
Man fängt in Gottes Garten an
und träumt von Ewigkeit.

Der Mensch als Schöpfungskrone,
als Primus unter Gleichen,
soll mit dem Schwert und ohne
die Weltherrschaft erreichen.

Er unterwirft die Pflanzen
als erste Daseinsart
und frisst sich einen Ranzen
bis in die Gegenwart.

Dem Tier geht es nicht besser,
es wird durch Jagd und Zucht
Im Wald und im Gewässer
als Nutzvieh schnell verbucht.

Die Erde selbst muss weichen,
wo es der Mensch beschließt,
nur so kann man erreichen,
was tief vergraben ist.

Die Reichen werden reicher,
die Armen werden mehr.
Der Satte füllt seine Speicher,
Der Arme greift zum Gewehr.

Wie wird das Epos enden?
Wohin treibt der Versroman?
Kann man das Blatt noch wenden?
Und wenn: wie, wer und wann?

Wir lesen, verstehen, agieren
als Spieler in diesem Stück.
Wir können alles verlieren…


© Renate-Eggert-Schwarten


 Mehr von dieser Autorin finden Sie direkt auf unserer Webseite. 


 

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