
Geh achtsam mit mir um.
Sei behutsam wie mit dem ersten Licht des Morgens —
mit mir und auch mit dir.
Was wir sind, ist verletzlich:
Erinnerung, Scham, Sehnsucht,
ein Herz, das zu schnell schlägt
und zu selten spricht.
Wir teilten Worte
und wussten nicht,
dass unsere Ängste denselben Ursprung haben:
die Furcht, nicht gesehen zu werden.
Die Furcht, im Innersten unsichtbar zu bleiben.
Ankommen heißt, zu spüren,
dass Bindung kein Besitz ist —
sondern ein Raum für zwei verletzte Seelen.
Und in diesem Raum darf es still sein.
So still,
dass du dich selbst wieder hörst.
©J.Laß
.............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Aktuell sind 1577 Gäste und keine Mitglieder online