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Zwischen Blüte und Beben

Zwischen Blüte und Beben

Das Jahr, es rennt,
und die Welt um uns brennt.
Schon ist er dahin, der Winter.
Trübe Gedanken – wir wollen entfliehen,
ins Grüne, wo Frieden ist, dort wollen wir hin.
Um uns schlimme Meldungen ohne Zahl –
die gute alte Zeit, sie war einmal.

Der Frühling zeigt das neue Leben,
es will nur werden, blühen, geben.
Doch wieder Zeichen der Vergänglichkeit.
Oft denke ich: Ist es wieder so weit?
Krieg, Zerstörung, Schmerzen und Leid –
ist sie das, die neue Zeit?

 

Verblüht so viel,
und nein, es schneit.
Ist’s Schnee, ist’s Hagel?
Es piekt auf der Haut –
was hat sich da wieder zusammengebraut?

 

Wolken wechseln in schneller Folge,
wie auch Gerede überall im Volke.
Wie die Meldungen in Zeitung und allen Medien
ohne Pause berichten –
ist niemand fähig, den Streit zu schlichten?

 

Die Sonne scheint, sie will uns Gutes tun.
Wir gehen raus, um auszuruhen.
Dann plötzlich, wie im Handumdrehen,
ist es um unsere Sonne geschehen.

 

Der Hagel fällt, wir suchen Schutz.
Ein Schirm dabei – er ist von Nutz.
So schnell es kam, ist es vorbei.
Die Hände kalt – es ist noch längst nicht Mai.

 

© Karin Oehl

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