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Leben im stetigen Wandel

Leben im stetigen Wandel

 Karin Oehl

Frühling vor dem Wald

Schaut man weit in Richtung Wald, ist es nicht mehr zu leugnen: Ja, es wird grün.Die üppig weiß blühenden Schlehen und wilden Kirschen wechseln sich ab mit den grünen Spitzen und Knospen an Büschen und Bäumen.Schon sind Winterlinge und Krokusse wieder verschwunden. Dafür erblühen nun Buschwindröschen, Scharbockskraut und Schlüsselblumen an verschwiegenen Stellen. An feuchten Plätzen kommen die Iris kräftig hervor. Auch das Schöllkraut zeigt die ersten Blütenansätze. Forsythien und die ersten Obstbäume – Pflaumen und Kirschen – stehen in voller Blüte.Es ist eine wahre Naturexplosion, ein Werden und Vergehen in schneller Folge, besonders hier in unserer milden Gegend.
Unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Zeiten
Von Mailpartnern aus anderen Regionen erfahre ich, dass dort erst Winterlinge und Schneeglöckchen blühen und sogar noch Schnee erwartet wird. Auch hier ist heute ein etwas trüber Tag mit leichtem Regen. Doch seien wir zufrieden – Regen ist wichtig.Ich denke nur an den Froschlaich: Die kleinen Tiere brauchen ihre Pfützen und Gewässer. Wenn diese austrocknen, geht so viel kleines Leben verloren.

Igel im Frühling

Immer häufiger werden hier schon Igel gesichtet. Sie haben in den sonnigen Tagen ihren Winterschlaf beendet und sehen abgemagert aus. Doch der Boden ist trotz der schönen Tage noch nicht so erwärmt, dass viele Insekten als Nahrung zur Verfügung stehen. Die jetzt erwachten Tiere sind meist Männchen, und sie müssen weite Strecken zurücklegen, um ihre Bäuche zu füllen.In unserem dicht besiedelten Lebensraum ist das gefährlich – die ersten liegen bereits wieder plattgefahren am Ortsrand.Menschen, die ihre Fundigel über den Winter nach der Behandlung in Igelstationen selbst haben schlafen lassen, rufen schon an und möchten auswildern. Trotz vorheriger Beratung ist es schwer zu vermitteln, dass das Nahrungsangebot für diese Tiere – besonders für jene, die in Menschenhand reichlich gefüttert wurden – noch nicht ausreichend ist.Igel haben ein gutes Ortsgedächtnis und sollten, wenn der Fundort geeignet ist, immer dorthin zurückgebracht werden. Natürlich nicht an stark befahrene Straßen oder Baustellen – dort ist der Lebensraum verloren.Zwar spielen inzwischen Mücken im Sonnenschein, und dicke Hummeln brummeln über die ersten Löwenzahnblüten. Dennoch gilt: Auswildern erst, wenn Nahrung und Deckung ausreichend vorhanden sind. Das ist regional sehr unterschiedlich. Die alte Regel „erst nach den Eisheiligen“ ist nicht mehr zuverlässig.

Natur im Wandel

Täglich geht es weiter in der Entwicklung der Natur. Es ist ein ständiges Werden und Vergehen – Faszination pur.Doch genug geschwärmt, der Alltag ruft. Zu viele Nachrichten erschüttern uns immer wieder. Menschen in den Kriegsgebieten haben andere Sorgen als die Beobachtung der Natur. Sie tun mir unendlich leid. Dieser Problematik stehen wir so hilflos gegenüber.

Alltag mit Hund

Mein Hund steht vor der Tür – sein Herrchen ist ohne ihn hinausgegangen.Der angepeilte Hundefriseur war nicht zu erreichen. Ein anderer? Nein, den nehmen wir nicht. Ein weiterer will zurückrufen…Wir würden den Hund selbst pflegen, wenn er uns ließe. Aber er hat schlechte Erfahrungen aus seinem früheren Leben mitgebracht.

Alltagsprobleme eben
Ich freue mich auf den nächsten Gang in die Natur mit meinen vierbeinigen Begleitern.

© Karin Oehl

 

 

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