Wie Laub im Wind

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Wollte oft verzagen,
niemanden um Hilfe fragen.
Aus selbsterzeugter Not alleine mich erheben,
einfach wieder leben.

Jung war ich und stark,
mein Dasein jedoch karg.
Hatte weder Frau noch Kind,
so flog ich durch meine Tage wie Laub im Wind.

Nur wenige Freunden an der Seite,
schritt ich durch manche Weite.
Mit unserem kargen Lohn,
beinahe schon ein Hohn.

Froh - wenn auch bescheiden - die Jugendjahre,
wurde uns gezeigt, im Kleinen schon das wirklich Wahre.
Vieles blieb mir bis heute fremd,
wird irritiert angeschaut, wenn man es beim Namen nennt.

Mancher sich gerne selbst belügt,
in sein selbstgeschaffenes Kartenhaus sich fügt.
Darin lieber lebt in seinem fahlen Licht,
bis für ihn die eigene Welt zusammenbricht.  

 

(c) by Horst M. Kohl. Oktober 2026
Heimat- und Naturfreund

 


 
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