Etwas Ironie

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Der aufrechte Gang, langsam er vergeht,
auch vieles was geschieht ,man selbst nicht mehr versteht.
Man ist nicht mehr beweglich wie einst,
als lahme Schnecke du nun erscheinst.

Noch nicht lange her, das Haupt war voller Locken,
auch schlüpfte ich noch ohne Mühe in die Socken.
Damit ist es ebenfalls vorbei,
nützt auch nichts, die ganze Jammerei.

Vor dem Spiegel, letzte Strähnen man verteilt,
blanke Stellen auf dem Haupte werden besonders angepeilt.
Ein Härchen hier, eines nach da,
als Schönling man sich beinahe wieder sah.

Fachärzte verschiedener Richtung sind nun auch gefragt,
im engen Kreis wird nichts davon gesagt.
Schwächen eingestehen, wie kann man nur?
War man doch zeitlebens eine Sportkanone pur! 

Der Typ von gestern möchte man sein,
mancher krampfhaft sich bemüht,
ewige Jugend, verbissen weiterhin versprüht.
Ob man es möchte, oder nicht, die besten Jahre sind vorüber,
somit, in eine andere Lebensphase geht`s hinüber.

Man sollte ehrlich zu sich selber sein,
deshalb, nichts tun,
anderer Leute wegen,
so zum Schein.

Redlich ist es ,
frühmorgens entspannt
in den Spiegel zu sehen,
selbstbewusst dann in den Tag hinein zu gehen.

 


(c) Horst M. Kohl, 27. Dezember 2025
www.gedichtevonhorstmkohl.de 
befreundete Seite
www.abenteuer-literatur.de 

 

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