
Ein feiner Riss genügt.
Ein Atemzug fällt anders,
und etwas in dir
wird still
und wach zugleich.
Nicht als Schreck —
sondern als Wahrheit.
Die kleinen Verschiebungen
sind Wegweiser.
Ein Stuhl im falschen Raum,
ein Fenster im Regen,
ein Gedanke, der sich weigert,
in die alte Spur zurückzukehren.
Alles zeigt dir,
dass etwas in dir
bereit ist.
Aufbrechen beginnt,
wenn du nicht mehr
gegen das fühlst,
was längst da ist.
Wenn du weich wirst
für das,
was du so lange
festgehalten hast.
Und dann geschieht es:
Du gehst.
Nicht nach außen —
sondern nach innen.
Über eine Schwelle,
die immer da war,
die aber erst jetzt
deinen Namen trägt.
© J.Laß
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