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Gedanken zum Thema schenken...

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Gedanken zum Thema schenken
 

Freut sich nicht eigentlich jeder, der unverhofft oder auch zu einem besonderen Anlass ein Geschenk bekommt?Sicher ist es so, aber ist es nicht auch immer etwas, was man mit einem lachenden und einem weinenden Auge annimmt?Gefällt es wirklich? Der Schenkende möchte Freude machen und macht sich Gedanken. Aber trifft er immer damit den genauen Punkt?

Gefällt es dem Beschenkten wirklich, oder ist sein Danke einfach nur Höflichkeit. Wird das Geschenk wertgeschätzt? Seit geraumer Zeit verfolge ich eine bestimmte Sendung im Fernsehen und da werden immer wieder Gegenstände aus lange gehütetem Familienbesitz angeboten, die niemand mehr schätzt und will, oder auch Geschenke eines Ehepartners, die doch nicht den Geschmack des Beschenkten getroffen haben.

Manchmal rührt es mich gewaltig, bin ich doch noch so erzogen, dass man Geschenke aufbewahrt und wertschätzt. Auch ich habe solche Stehrümchen reichlich, oder in dem Schmuckkasten eigelagerte alte Familienschätze.Manchmal trage ich sie dennoch auf, im Vergleich zu dem modernen Zeug und ernte immer wieder beachtende, und aufmerksame Blicke. Wir haben Enkelkinder. Es war immer so, als sie klein waren, wussten wir, mit was sie gern spielen, was altersgerecht ist und wir haben gerne geschenkt und die strahlenden Kinderaugen gesehen.

Aus den Kindern sind inzwischen Pubertierende geworden. Da sie nicht nahe dran wohnen, haben wir so wenig Zugang zu ihren Interessen und Vorlieben.Schenken ist schwer geworden und was kommt dabei raus? Es gibt einen Umschlag mit guten Wünschen und Bares. Das erscheint mir zwar lieb und einfallslos, aber ich bin auch hilflos.Und die Wünsche sind größer geworden von den Großeltern allein nicht mehr finanzierbar. Also ein Beitrag zur Erfüllung großer Wünsche. Punkt Manchmal vergessen die Pubertierenden auch noch das erwartete DANKE.Wir selbst haben vielen Menschen durch unsere Arbeit einen Gefallen getan. Sie wollten sich erkenntlich zeigen und so bekamen wir so viel Süßes, so manche Flasche Wein.

Nicht immer traf es unseren Geschmack und manchmal hatten wir das Gefühl, dass diese Geschenke schon durch manche Hände gingen und weiter verschenkt wurden. Zu unseren Geburtstagen und Festtagen wie Weihnachten usw. schenken wir uns schon lange nichts mehr. Mein Mann hat einen Geschmack, den ich nicht immer erahnen kann. Zu oft bin ich damit, und mit liebevollen Handarbeiten, auf den Bauch gefallen, also lasse ich es, wenn ich ein etwas mühsames und säuerliches Danke, wie lieb von Dir, höre, aber spüre da das hättest Du Dir aber sparen können.Das Gleiche gilt für mich. Schmuck?

Nachdem bei uns eingebrochen wurde und das uns wirklich Wichtige verschwunden ist, wird nichts ersetzt. Erinnerungen kann man nicht ersetzen, die trägt man im Herzen. Inzwischen ist meine Mutter verstorben und es sind Erinnerungsstücke da die ich in Ehren halte, aber selten trage.Blumen Schnittblumen welken vor der Zeit.  Dennoch Floristen machen oft verführerisch schöne Sträuße, Sie zu verschenken löst immer wieder Freude aus, die auch schnell vergeht, wenn die ersten Blumen welken, das Wasser stinkt. Ich möchte keine Schnittblumen bekommen.

Wir haben Katzen, die an allem gern knabbern. Und einmal hatten wir schon vergiftete Katzen. Also werden Schnittblumen ins Schlafzimmer verbannt. Was habe ich davon? Meine Topfpflanzen auch so eine Sache, ich habe nur Kakteen, da gehen die Katzen nicht dran. Die blühen immer herrlich im Sommer, wenn auch nur einen Tag pro Blüte.

Nur im Winter sind sie im Haus. Ich bin immer froh, wenn ich sie im Sommer an die frische Luft bringen kann. Ich bekam Orchideen, scheinbar habe ich dafür ein Händchen und eine einzige geeignete Fensterbank, wo? Im Schlafzimmer! Aber wir liebe Blumen und darum ist unser Garten eine grüne Hölle, wo immer was blüht vom frühesten Frühjahr bis spät in den Herbst hinein. Und jedes Jahr gibt es Veränderungen,neues kommt hinzu, überaltertes muss raus.

Was kann man Menschen noch schenken ab einem gewissen Alter? Der Haushalt ist komplett, es ist alles viel zu viel da. Oh weh, wenn wir mal ausziehen müssten - - - - Es gibt sehr kreative Menschen. Eine persönlich gestaltete Karte, Worte, die mehr als Floskeln sind, darauf. Mal ein lieber persönlicher Brief, (selten geworden) ein Telefonat in der Zeit, wo es nicht stört, das sind die Geschenke, die noch Freude machen Gedankenaustausch per Mail und nicht nur in Kurzform.Lebenszeichen von Menschen, die man schon lange vermisst, das sind die Geschenke, die ich in meinem Alter wirklich schätze.


© Karin Oehl


  

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