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Karin Oehl

Karin Oehl

Karin Oehl.2
Begonnen hat alles Anfang der 1970er Jahre. Einer der Auslöser war nach ihrer Erinnerung ein Aufruf von Professor Bernhard Grzimek im Fernsehen. Der Igel war sein Wappentier, er trug ihn eingestickt in die Krawatte und pflegte zu sagen, dass er selbst auch Stacheln habe. Karin Oehl könnte das ebenfalls von sich behaupten. Über Tierärzte, die ihr querschnittsgelähmte Igel bringen ließen, anstatt sie direkt einzuschläfern, oder naive Helfer, die den Tieren unverträgliche Kuhmilch statt Wasser zu trinken geben, kann sie sich richtig aufregen.

Es gab Zeiten da war der größte Raum im Keller ganz mit Käfigen zugestellt. Einmal hatte sie 60 Tiere zugleich versorgt. "Das war schon sehr heftig." Auf jedem Käfig lag eine eigene Karteikarte, auf der sie über die Entwicklung des Igels Buch führte. Die Regale waren vollgestopft mit Futterkonserven, Schautafeln und Transportkisten.

 
Zum Glück hat ihr Mann Christoph die etwas exzessive Igel-Leidenschaft immer mitgetragen. Wenn sie über ihn spricht, wird sie ganz sanft. "Mein Mann ist ein Schatz", sagt sie leise.
 

Bis zu 435 Igel im Jahr hat Karin Oehl aufgepäppelt immer wieder aufs Neue, 49 Jahre lang,bis Sie aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten musste.

© Bild wurde von Renate Könen freigegeben

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Kurzvorstellung
Karin Oehl - geb. 1944

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Rentnerin bis zum Eintritt in den Ruhestand in der Pflege tätig, führte mit viel Engagement und noch mehr Herzblut 49 Jahre in 50259, Pulheim eine Station für kranke, verletzte oder verwaiste Igel.

Bis zu 400! Igel jährlich durchliefen die Station gesunde Igel wurden wieder ausgewildert, zu schwache Tiere überwintert. Aus Alters- und gesundheitlichen Gründen musste Karin ihre Arbeit einstellen.

Seit 2019 Trägerin des Rheinlandtalers des Landschaftsverbandes (LVR) Rheinland. Seit 2022, Trägerin des Ommelstalers für ihre jahrzehntelangen Verdienste im Artenschutz.

Karin steht mit enormen Wissen und noch mehr Erfahrung Interessierten für Fragen mit Rat und Tat zur Seite  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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                                                   Kommentar

 

Viele von Euch werden sich jetzt fragen was hat eine Tierschützerin auf einer Literaturseite verloren? Nun die Antwort darauf ist ganz einfach, irgendwo im WWW bin ich auf Texte von Karin Oehl gestoßen. Der Inhalt dieser Texte sprach mich sehr an, und so nahm ich Kontakt zu Karin Oehl auf. Ganz nach dem Motto, am Anfang war das Wort, bin ich ja immer auf der Suche nach Menschen die Geschichten zu erzählen haben und glauben Sie mir, Karin Oehl hat reichlich Geschichten zu erzählen. Dabei versteht Sie es den Leser mitzunehmen in ihren Alltag, in ihr Leben, sie schreibt Gedichte, erzählt Geschichten und das so detailliert und spannend, das der Eindruck entsteht, man selber wäre persönlich in der jeweiligen Situation anwesend. Ihre Geschichten sind eindrucksvoll, spannend und lehrreich. Ich freue mich sehr, Karin als Autorin für diese Seite gewonnen zu haben.

J.L-19.02.2024

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 Textauszüge.

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Ohnmacht..

Schreiben, schreiben, Zeit vertreiben
oder auch nicht?
Gedanken fliegen, können nicht siegen
flüchtig der Schlaf
bin doch ein Schaf.

Muss es so enden?
kann man es noch wenden
dieses Geschick?
Menschen noch bremsen,
will niemals enden
dieser verdammte Krieg?

Menschen leiden, weinen, schreien,
bluten, sterben.
Niemand wird davon Gutes erben.
Auch nicht die Einsicht,
dass dies nicht das Leben,
das Ziel, der Sieg ist.

Es gibt ein Gebot,
Töten -Verbot!
Wer glaubt noch dran?
Wer hört es noch an?

Menschheit wohin gehst Du?
Du rennst ins Verderben,
mehr Waffen schaffen,
keinen Frieden machen.

Kein Verzeihen mehr,
der Kopf ist leer,
vom Dröhnen der Bomben,
man sieht nicht die Sonnen.
Zerstört alle Habe,
zerstört die Natur,
was bleibt dann nur?

Gedanken fliegen, können nicht siegen.
Bewirken doch nichts.
Wer kann noch was tun?
Ich kann nicht ruhen.

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© Karin Oehl

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 Erinnerungen

Und wieder ertappe ich mich dabei, meine alte Großmutter zu zitieren. Sie war eine kleine zierliche Person, so voller Mutterwitz und Weisheit, ohne dass sie eine studierte Frau gewesen wäre. Das Leben ist nicht unbedingt zimperlich mit ihr umgegangen, sie war, die Älteste von 12 Kindern Ihre Mutter starb früh während einer Geburt. Nach nicht mehr bekannter Zeit heiratete der Vater erneut. Die neue Frau bekam noch etliche Kinder, ehe sie das gleiche Schicksal ereilte. Der Vater blieb dann als Werkmeister in einer Textilfabrik mit seinen Kindern allein. Oma als die Älteste versorgte die Kinderschar, das Haus, die Haustiere, die damals keine Streicheltiere waren, sondern zur Ernährung der Familie beitrugen Schweinchen, Hühner, Kaninchen. Dazu kam der große Garten. Wer es ihr beibrachte weiß ich natürlich nicht, aber sie hat mir als Kind schon versucht, beizubringen, was wann gesät, gepflanzt wird, was nicht nebeneinander stehen darf, weil es sich nicht verträgt. Sie tat das oft spielerisch und doch ist von dem Wissen viel verloren gegangen. Längst haben wir keinen Garten mehr, der uns ernähren muss, haltbar machen von Gemüse, einkochen, fermentieren sie beherrschte es ohne Bücher aus dem FF. Und was sie kochte, hat immer gut geschmeckt.

Das Kochen wollte sie mir auch beibringen, manches hat wirklich bei mir gefruchtet, aber so manches musste ich mir mit Fantasie und Erinnerung an den Geschmack wieder erarbeiten. Als Kind habe ich vieles einfach nicht hören oder aufnehmen wollen, das tut mir heute leid. Oma war eine besondere Frau. Nicht nur, dass sie jung schon viele Pflichten und Verantwortung übernehmen musste.

Im reiferen Alter war sie verlobt, der Verlobte ist beim Junggesellenabschied, wohl angetrunken mit Kollegen im Paddelboot das Wehr der Ems runter gerauscht Wochen danach fand man seine Leiche irgendwo im Gestrüpp am Ufer, weit ab der Unglücksstelle.
Lange blieb Oma wieder allein, versorgte Haus und Familie und da das Haus nahe der Bahn lag, gab es die Möglichkeit, Bahnbeamten, wie z. B Lokführern, eine Schlafstelle zu bieten und damit das Familieneinkommen aufzubessern.

Einer dieser Herren, ein viel jüngerer Reservelokführer verguckte sich in die fleißige junge Frau und die zwei heirateten. Es waren die glücklichsten Jahre im Leben der kleinen Anna. Der Beamte wurde in Richtung Bremen versetzt.  Es wurde eine sehr kleine Tochter mit rotbraunen Haaren geboren, meine Mutter. Mein Großvater legte sehr großen Wert auf Bildung und meine Mutter kam auf die höhere Schule, Opa war aus gutem Hause, alles Offiziere. Lehrer, Beamte, irgendwann wurde die kleine Familie (Es blieb bei einem Kind auch aufgrund des fortgeschrittenen Alters meiner Oma) wieder nach Rheine versetzt.  Großvater hatte einen Unfall auf der Bahn, eine Weiche war falsch gestellt und der Zug rauschte in ein Schotterbett. Großvater muss einen fürchterlichen Schreck bekommen haben, jedenfalls konnte er danach ohne Ausfallerscheinungen diese Strecke nie mehr fahren. Heute würde man sagen, es war eine posttraumatische Belastungsstörung. 

Er wurde in der Nervenklinik Münster stationär untersucht, was man wohl nicht wusste und beachtete, er war herzkrank und er bekam ein Medikament, wohl eines zu viel, er verstarb plötzlich und unerwartet. Das Telegramm, das die Klinik mit dem Text verschickte: Zustand sehr verschlechtert, bitte kommen! Habe ich noch in meinen Unterlagen.

Als Oma dann mit Tochter in Münster ankam, hatte die Leichenstarre schon eingesetzt. Aus war es mit den guten Jahren, der geliebte Mann und Vater war weg und die Pension so klein und unzureichend, dass Oma putzen und wachen gehen musste. Ein Bruder des Ehemannes zahlte das Schulgeld für meine Mutter, aber nicht lange. Sie hatte kurz zuvor ja das Bundesland, die Freunde, das Zuhause gewechselt und den Vater verloren, das führte zu einem rasanten Einbruch der schulischen Leistungen. Damals wurde das nicht so gesehen und von Mutter körperlich hart bestraft, wenn mal wieder eine Klassenarbeit danebengegangen war. 'Das habe ich von einer Freundin meiner Mutter erfahren. Nun Mutter musste die Schule verlassen und begann eine Lehre als Verkäuferin in einem Lebensmittelgeschäft. Später, als der 2. Weltkrieg im Gange war, hat sie die Wahl gehabt, in einer Munitionsfabrik zu arbeiten, oder sich in der Pflege ausbilden zu lassen, sie wählte die Pflege.

Das sollte sich viel später noch als Glücksfall erweisen, in der Funktion einer DRK-Schwester machte sie auch Dienst auf dem Bahnhof, wo Verwundetentransporte versorgt wurden. Da steckte ihr ein Soldat einen Brief zu, den transportierte sie weiter. (Der Soldat durfte nicht so schreiben, weil dann die Truppenbewegung bekanntgeworden wäre.) So hat Mutter an seine Feldpostnummer nur geschrieben, mit Gruß, dass sie seinem Wunsch entsprochen hat. Es waren harte Zeiten, Rheine mit seinen vielen Kasernen und dem Kreuzungspunkt der Bahn wurde schwer bombardiert. Meine Eltern heirateten und ich wurde 1944 geboren, weil es in Rheine so gefährlich war, wurde meine Mutter mit Oma und mir kleinem Mädchen in das Haus seiner Eltern im Weserbergland evakuiert.

Leider kam es zu massiven Problemen in der Hausgemeinschaft und Ehe. Meine Mutter kehrte mit Oma und mir nach Rheine zurück. Die Ehe wurde geschieden. Es gab einen bösen Rosenkrieg, der auch mich als Kind nicht unberührt ließ. Mutter war gezwungen, voll arbeiten zu gehen und in der Pflege gab es immer Arbeit, leider nicht im Verkauf. Die Dienstzeiten waren unglaublich, heute würde man sagen, es waren in der Regel Doppelschichten und nur alle zwei Wochen gab es einen freien Sonntag.

Wie gut, dass es meine Oma gab. Mutter und Oma wurden nie reiche Leute, aber durch Omas Fähigkeiten, im Garten anzubauen und vor allem auch zu konservieren haben wir keinen Hunger gelitten. Dazu kam, dass Oma bäuerliche Verwandte hatte, die besuchte sie dann im Sommer. Während ich dort viel Freiheit zum Spielen hatte, hat Oma bei ihren Cousinen den Haushalt geführt und diese konnten mit in die Ernte. Als Danke bekam Oma viel Gutes, wie Eier, einen Schinken, Mettwurst und Oma konnte einteilen und wirtschaften.

Zu Hause hat sie mir so viel spielerisch beigebracht, davon zehre ich noch heute. Natürlich musste ich auch einmal im Jahr zu meinem Vater und ich habe es genossen, auch einen Vater zu haben und dort eine liebevolle Großmutter, zunächst sogar noch den Großvater und Tante und Cousins. Die Familie hatte einen Steinbruch und ein Fuhrunternehmen aufgebaut. Ich wollte oft mit meinem Vater zusammen sein und bin mit ihm gefahren. Dabei kam es einmal auf einer Notbrücke zu einem schweren Unfall, bei dem mein Vater schwer hirnverletzt wurde. Das hat ihn verändert, Mutter wollte mich abholen, meine Verletzungen waren harmlos, weil mein Vater mich geschützt hatte, Gurte gab es ja noch nicht. Aber er hat mir wohl das Leben gerettet.

Meine Eltern wollten noch einmal miteinander neu beginnen und meine Mutter bekam noch meinen Bruder. Leider begann alles von vorne und Mutter blieb wieder allein und arbeitete in der Pflege und sowohl mein Bruder wie ich, wurden von Oma versorgt. Viele Sprichworte habe ich von ihr, die immer ein Körnchen Wahrheit enthielten und so viel Lebensweisheiten. Da Mutter sehr viel arbeiten musste und durch ihre Lebensumstände eine sehr harte frustrierte Frau geworden war, konnten wir von Glück sagen, dass es Oma gab.

Als sie alt wurde, schwach, hat Mutter sie zusammen mit mir lange gepflegt. Dann ging auch ich aus dem Haus und Oma kam für eine kurze Zeit noch ins Altersheim, wo Mutter sie selbst pflegen konnte. Inzwischen habe auch ich geheiratet, wohnte in Köln und leider konnte Oma nicht mehr erfahren, dass sie Uroma wurde. Sie und mein Mann waren ein Kuchen und ein Ei. So verschmitzt konnte sie ihre Witzchen machen.  Sie hat   unser aller Leben sehr mitgeprägt. Mit einem Segen übergab sie uns ihre Eheringe, die wir als Verlobte noch trugen, die aber bei einem Einbruch vom Dieb mitgenommen wurden. Aber der Segen von Oma wirkt noch immer nach, längst haben wir unsere Goldhochzeit hinter uns. Schon lange ist mein Vater verstorben und nun ist auch meine Mutter schon fast 25 Jahre nicht mehr am Leben.

Mein Mann und ich sind schon lange Oma und Opa und wir hoffen, noch die Diamantene Hochzeit erleben zu dürfen. Omas Segen und Wirken hat auch unser Leben nachhaltig geprägt, und das Schicksal geht oft seltsame Wege. Meine Mutter sollte mal einer alten Dame, die ins Altersheim wollte, beraten, was sie mitnehmen konnte, ihr fielen massive handgeschnitzte Schränke auf. Die alte Dame erzählte von ihrem Bruder, der Schreiner war und beim Junggesellenabschied in der Ems verunglückt wäre, er hatte diese Möbel gemacht, für seinen eigenen Haushalt. Mutter wurde hellhörig, sie fragte, wie die Verlobte denn geheißen hat. Ja es war meine Oma und die Damen haben zusammen geweint, weil sich meine Mutter als Kind der ehemaligen Verlobten zu erkennen gab. Spontan bat die Frau meine Mutter, die Schränke zu nehmen, was sie nur zu gerne tat, und dann?

Wir haben unser Haus gebaut und diese alten Schränke sind jetzt die Zierde unseres Wohnzimmers. Ich bin sicher, dass meine Kinder sie niemals so wertschätzen würden wie wir. Bis wir mal ausziehen bleiben sie bei uns,- Oma-ein Phänomen!
Meine Kinder und Enkel reagieren heute, wie ich damals, ach Oma, in der heutigen Zeit ist das alles anders, davon wollen wir nichts mehr wissen. Nicht umsonst heißt es: Mit jedem alten Menschen stirbt eine ganze Bibliothek. Heute habe ich nach altem Rezept, Sauerkraut gekocht mit Kasseler Braten und Kartoffelpüree, so wie Oma es kochte, und dabei kamen so viele Erinnerungen, dass ich sie einfach mal aufschreiben musste.

© Karin Oehl

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Frühling... meine Jahreszeit

In NRW an der Grenze zu Niedersachsen bin ich geboren und groß geworden. Immer war ich naturverbunden und bin viel zu Fuß auch mit Hund und per Rad in der Umgebung unterwegs gewesen.Schon meine Mutter legte da einen Grundstein, sie kannte vielePflanzen und machte mich auf so viel aufmerksam. Dies hat durch die private und berufliche Belastung im Laufe der Jahre sehr nachgelassen, aber der Grundstein war gelegt.

Häufig waren wir, - inzwischen WIR, in der Gegend, wo wir noch Angehörige und Freunde hatten und ein kleines Wochenendhaus. Wir hatten immer Hunde, und wir als begeisterte Naturkinder waren bei trockenem Wetter oft draußen. Vor etlichen Jahren lernte ich über meine Tierschutzaktivitäten eine Frau kennen, die in der Nähe wohnte. Wir freundeten uns an. Die Freundschaft besteht nun schon fast 30 Jahre und gestern war es mal wieder soweit ich hatte ein paar Spenden für ihr Tierheim zusammen bekommen. Das Wetter war gut, noch ist die Belastung durch die Igelsaison bei mir nicht so groß, also morgens nach dem Frühstück Sachen zusammengepackt und ab, auf die Reise.

Der Frühling ist überall zu sehen, diese vielen weiß blühenden Sträucher, Bäume, (Schlehen wilde Kirschen) Da geht einem das Herz auf. Dann wieder gelbe Weidenkätzchen und ein Strauch, dessen Namen ich nicht weiß und in den Orten, durch die wir dann weg von der Autobahn gefahren sind Krokusse, Scheinquitte, Kamelien. Wohin man schaut, Blüten und Knospen. Das Leben kehrt zurück. Nach einem Kaffee und Frühstück noch mal bei der Freundin äußerte sie den Wunsch, wie früher durch den Wald zu gehen mit Hunden, dem haben wir nur zu gerne entsprochen.

Der Duft des Bodens, die erwachenden Knospen, der vertraute Wald mit Birken, Heidekraut, Kiefern, Findlingen, Moos ach und so viel mehr - - ein Traum.Und die Hunde waren so begeistert, zum Glück haben wir keine Jäger.Diese erwachende Insektenwelt, erste Schmetterlinge, und ja, auch uns bekannte Bäume waren abgeknickt, vor langer Zeit schon. Man sieht an ihnen noch die Specht Löcher und es wachsen Pilze an dem abgestorbenen Holz, wie Skulpturen sind dieses alten Bäume mitten im Wald.

Natürlich kommen bei so einem Gehen auch Gespräche in Gang, Erinnerungen, die nachhallten, Orte haben sich verändert, aber sie sind nicht unbedingt hässlicher geworden. Unsere Alten auf vier Beinen haben wohl von ihrem Alter, ihren Beschwerden genau wie wir wenig gemerkt. Die Begeisterung war ihnen deutlich anzumerken, und so ging es tief in den Wald hinein und sehr sicher wieder raus. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen, der Heimweg nun angetreten. Es müssen viele Menschen von dem schönen Wetter rausgetrieben worden sein. Sind wir am Morgen noch zügig gefahren, so staute sich der Verkehr zum Ende einer Autobahn und in Richtung Ruhrgebiet auf einmal mächtig, nein, nervös oder aggressiv hat niemand reagiert. Es waren wohl alle Fahrer auch entspannt und nicht so genervt. Es ging weiter, so konnte man natürlich besonders als Beifahrer entlang der Autobahn, noch einmal alle Zeichen des Frühlings in sich aufnehmen und genießen.

Es ist ein flüchtiger Zauber, aber alle Jahre wieder traumhaft schön. Der Jahresverlauf spiegelt doch das ganze Leben wieder Zur Welt kommen, aufwachsen, erblühen, später Früchte tragen und im Herbst ist Erntezeit. Der Winter ist die Zeit des Lebensendes, aber nur scheinbar. Es ist ja immer die Hoffnung, das Wissen, ein neuer Frühling kommt und erfreut uns wieder.

© Karin Oehl

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 Igel Ausstellung im Rathaus Pulheim

Es war wohl ein kleines Teufelchen, welches mich geritten hat, als ich unserem Bürgermeister und Umweltdezernenten einfach schrieb: Wir haben das Jahr des Igels, ausgerufen durch die Deutsche Wildtier Stiftung wie wäre es mal mit einer Ausstellung zum Thema im Rathausfoyer, es würde die Stadt keinen Cent kosten.

(So eine Ausstellung hatten wir genau dort schon mal vor Jahren.)

Na, sowas wie kostenfrei zieht doch immer. Es dauerte nicht lange und es meldete sich jemand. Dem brachte ich von Pro Igel Plakate und Teile einer Ausstellung, zur Ansicht Die hatte   ich schon oft bei Tierheimtagen, Vorträgen, in Schulen draußen hatte und die ist sehr eindrucksvoll   und aussagekräftig.

Ich bot auch für Schulen und Interessierte Vorträge an. Es dauerte und dauerte und die Funkstille zog sich hin, ich hatte ja gesagt, dass ich die Ausstellung gern im März machen würde, denn Im Märzen der Bauer die Röslein einspannt. Die ersten Winterschläfer erwachen und die Gartenarbeiten gehen los und die ersten Stationen melden Zugänge von elenden u verletzten Tieren.

Gottes Mühlen mahlen langsam, die der Verwaltung mit ihren tausend Vorschriften noch langsamer. Endlich steht der Termin- sehr sehr kurzfristig. Aber ich bin ja Rentnerin und habe viel Material zuhause aus meiner Zeit, als ich noch viel mehr Vorträge machte und kleine Präsentationen auch an Schulen

Na ja, die Ausstellung beginnt nun, erst am Freitagmittag erfuhr ich den Zeitpunkt und dass unser Bürgermeister mit mir zu einem Pressefoto zusammenkommen will.

Geht es noch? Offizielle Ankündigung erst am Eröffnungstag? Aufbau am Freitagmittag, vorbereitet war nichts, aber der Mitarbeiter war sehr kooperativ und so haben wir den Großteil der Präsentation noch hinbekommen. Zum Teil haben wir noch am Montagmorgen, dem Tag der Eröffnung daran gewerkelt, es wird noch rollende Pinnwände geben.

Dennoch ruhig Blut Karin wie heißt es im Kölschen Grundgesetz? Es is wie et is, et kütt wie et kütt un et hät nochimmer jot jejange.Denken wir mal positiv und glauben es.

Klar hätte ich es mir anders gewünscht, aber besser ein Spatz in der Hand, als eine Taube auf dem Dach! Die Sprecherin meines Vereins ist flotter gewesen und so hatten schon Schulkassen die Möglichkeit sich anzumelden und ich mich darauf einzustellen.Wer keine Arbeit hat, macht sich welche. Und wer immer tönt so überlastet zu sein, muss sich nicht wundern, wenn ihm Arbeit abgenommen wird, siehe flotter informiert wird als aus dem hohen Hause.

Aber wer wie ich nun schon über 50 Jahre mit viel Herzblut und für die kleinen stacheligen Gesellen arbeitet, sich viel Fachwissen aneignen durfte, der kann nicht anders, auch mit weißem Haar, man muss Wissen weiter geben Kinder sind wunderbare Multiplikatoren.

© Karin Oehl

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                                                  Das sagt die Presse                                                                        

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Seit 11.03.2024 findet im Foyer des Pulheimer Rathauses eine Igel-Ausstellung von Karin Oehl, Igelstation Pulheim seit 1973, in Zusammenarbeit mit den Tierfreunden Rhein-Erft und Pro Igel e.V. statt. Die Ausstellung, die von Bürgermeister Frank Keppeler und Kai Egert, Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Pulheim, am 11.03.2024 eröffnet wurde, ist während der Öffnungszeiten des Rathauses jedermann zugänglich.
12 gerahmte Bilder mit kurzen, aussagefähigen Texten bieten Igelinteressierten Einblick rund um die sympathischen Stacheltiere im Hinblick auf Biologie, Verhalten, Lebensraum, Fortpflanzung, Gefahren, Igelschutz und Igelhilfe. Komplettiert wird die Ausstellung mit an Stellwänden befindlichen Bildern sowie in Vitrinen zu bestaunenden präparierten Exemplaren der scheuen Einzelgänger unterschiedlicher Altersstufen und einem von Menschenhand gemachten, für Ausstellungszwecke gespendeten, Igelschlafhaus. „So anspruchsvoll sind Igel überhaupt nicht“, erläutert Igelexpertin Karin Oehl in ihren Vorträgen für Grundschulen und Vorschulkinder angemeldeter Kitas. „Jeder, sogar Kinder, können mit einfachen, preiswerten Mitteln geeignete Futter- und Schlafhäuser für Igel bauen.“
Vier Grundschulen, 10 Klassen, 250 gemeldete Kinder unterschiedlicher Jahrgangsstufen, 5 Kitas, 6 Gruppen, 68 gemeldete Vorschulkinder sowie Lehrerinnen und Erzieherinnen und Erzieher zieht Karin Oehl in kindgerechter Sprache, gepaart mit einem guten Schuss Humor in ihren Bann, wenn sie aus ihrem umfangreichen, jahrzehntlangen Igel-Erfahrungsschatz berichtet. Trotz fortgeschrittenen Alters und gesundheitlicher Einschränkungen ist Karin Oehl im Rahmen ihrer Vorträge engagiert und mit viel Herzblut „voll in ihrem Element“.
Besonderer Erwähnung bedarf die KGS Barbaraschule, die mit 6 Klassen das mit Abstand größte Interesse zeigte. Die Tierfreunde Rhein-Erft sind beeindruckt und fühlen sich in ihrem ehrenamtlichen Einsatz bestätigt, denn mit Kindern zu arbeiten ist Investition in die Zukunft.
Die Vorträge für Grundschulen und Kitas finden so regen Zuspruch, dass auf Wunsch der Pulheimer Stadtverwaltung spontan ein zusätzliches Vortragsangebot für Erwachsene terminiert wird. Obwohl für Öffentlichkeitsarbeit kein Zeitfenster bleibt, finden sich 28 Interessierte am 20.03.2024, 17.30 Uhr, Raum 45 des Rathauses ein, um aus Karin Oehls Erfahrungsschatz zu profitieren.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, Ratsdamen und -herren zeigen sich ebenso interessiert wie Igelfinderinnen und -finder mit geringer Pflegeerfahrung. Während und im Anschluss an den Vortrag ergeben sich viele Fragen, die in Vorschläge an die Verwaltung münden.
Was Kindern nicht zugemutet wird – Abbildungen von schwer verletzten Igeln, verursacht von Mährobotern, Fadenmähern/Rasentrimmern, Tellersensen & Co. – wurden den Anwesenden nicht vorenthalten. Erwartungsgemäß war das Entsetzen groß. „Das ist die Realität, mit der Stations- und Pflegestellenbetreiberinnen und -betreiber im Laufe jeder Igelsaison fast täglich konfrontiert sind“, betont Karin Oehl.

Mit der jüngst gegründeten Pulheimer Ortsgruppe des NABU Rhein-Erft pflegen Tierfreundin Karin Oehl und die Tierfreunde Rhein-Erft gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Trotz unterschiedlicher Ansätze gibt es hinreichend Schnittmengen, die es sinnvoll zu nutzen und zu füllen gilt.

Die Tierfreunde haben hochgerechnet. In den 50 Jahren Igelpflege in Folge hat Tierfreundin Karin Oehl etwa 16.000 Igel aufgenommen, gepflegt und wenn möglich, der Natur gesund zurückgegeben. Ein Leben für Igel – ein Lebenswerk, das seinesgleichen sucht.

Die Ausstellung im Foyer des Pulheimer Rathauses ist noch bis Freitag, 05.04.2024 zugänglich.
Im unmittelbaren Anschluss ist die Igelausstellung im Rahmen des Projektes „Biodiversität erleben und schützen“ im Ev. Gemeindezentrum Kerpen-Sindorf zu sehen.
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Mehr Infos: hier
Kontakt: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Mobil: 0152-540 510 84

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Quelle:
© Renate Könen

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 Eine Liebeserklärung

 

In jungen Jahren fasziniert voneinander,
im Laufe der Zeit, Liebe füreinander.
Woran ich es festmache, das ist so eine Sache, zu mir gestanden,
in schwieriger Jugend.

Zuverlässigkeit ist seine 'Tugend,
die ich vermisste,
viele Jahre,
lange Gespräche,
das war das Wahre.

Darauf zu gesteuert, immer wieder das Weltbild erneuert,
Ehre bewahrt über lange Zeit, irgendwann aber war es so weit,
Schiller schon sagte es in der Glocke,
vom langen Haar blieb nur noch die Locke.

Ein Heim gestaltet, das Geld verwaltet,
und weiter geplant,
nirgends nur abgesahnt, sondern fleißig geschafft,
oft über die Kraft.

Die Ehe gelebt, und Kinder gewiegt.
Dann den Traum wahr gemacht, ein eigenes Dach,
es war nicht leicht, das Leben es spielt,
nicht immer in rosaroten Wolken.

Sorgen erlebt, auch manch einen Streit,
die Seele bebt, die Kinder und Sorgen,
Fragen nach morgen,
und immer gespart.

Nicht ausgegangen,
aneinandergehangen,
die Jahre vergingen im Sauseschritt,
wir mussten mit!

Aufgaben bekommen
und angenommen,
Probleme gelöst,
die Liebe bewahrt.

 Im Alter noch mehr,
im Alter wird alles manchmal auch schwer,
erkannt, wir sind alt,
verändern auch die Gestalt.

 Der Mensch reift und erkennt,
wer immer nach Reichtum und Liebe rennt,
wird sie nicht finden,
verlernt sich zu binden.

Schwäche kommt,
dazu noch Altersbeschwerden, es wird wohl nie mehr
so wie damals werden, Erkenntnis gewonnen,
wir sind wie Sonnen füreinander, weil wir uns treu geblieben .

Wie Steine, die sich aneinander rieben,
die nicht so rau bleiben,
die glatt sich schleifen,
so geht das Reifen.

Wir sind keine Pfeifen, treu auch unseren Lieben,
die nicht nahe uns blieben,
Hilfen gegeben,
so oft im Leben.

Gleichklang der Herzen,
auch unter Schmerzen,
wissen wie der Partner empfindet,
die Beziehungsarbeit bindet.

Reich an Erfahrung geworden, besser kennengelernt,
manches Mal auch entfernt,
sind wir längst ein wir,
manchmal auch beim Bier.

Glück empfunden,
bei allen Runden,
heute mehr als vor Jahren,
so viel Veränderungen erfahren.

Mal stark mal schwach, mal sie mal er,
in Krankheit und Glück,
versprochen vor Jahren,
mit der Treue sind wir recht gut gefahren.

Zuverlässigkeit Toleranz, es ist das Glück,
des Lebens Tanz, wie gerne schauen wir heute zurück,
wir schauen uns an, wir lächeln und lachen
und können noch immer Unsinn machen.

Wir danken dem Schicksal, das uns die Kraft geschenkt,
dem Schöpfer, der unser Leben gelenkt,
und die Bitte, er möge es noch lange so tun,
dann können wir dereinst dankbar ruhen.

 © Karin Oehl

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Nee nich up platt!

Menschen und Tiere sind Gewohnheitswesen. Es war mal wieder soweit Herrchen ist am Sonntag weggefahren. Andere Tiere bzw. ein kleines Tierheim, wartete auf seine Hilfe. Die Nacht war unruhig. Die Katzen und Hunde haben ihn vermisst und in die Wohnung gepisst. Nanu! Ich habe sie doch rausgelassen, bin mit den Hunden gegangen. Das Katzenklo ist sauber. Zur rechten Zeit haben sie alle ihr Futter und ihre Medizin bekommen. Alles wie sonst auch.Nun ja, ich habe mal so richtig ausgiebig im Keller gearbeitet, war also nicht in der Wohnung. Die Igel sind frei und so viel war zu säubern, aufzuräumen usw. Die Tiere haben mich gehört, aber nicht gesehen. Oben war ein durchgehendes Gebell und Geheule. Geplant waren mindestens drei Tage Abwesenheit von Herrchen. Das konnte heiter werden. Diese verwöhnte Bande!Gestern kam der Anruf, es regnet, es soll weiter regnen, ich kann nichts machen, ich komme heim. Als der Rudelchef heimkam, war er nicht nur platt von der langen Fahrt, sondern auch durchgefroren. Das Hallo unserer Tiere erforderte erst mal einen Rundumschlag an Krau und Streicheleinheiten.Der Freudengesang war unglaublich, und die Nacht? Ruhig, erholsam. Es wurde durchgeschlafen. Nie zuvor war es ein solches Problem. Aber alte Tiere sind wie alte Menschen eben Gewohnheitswesen. Die kleine Tierwelt ist wieder in Ordnung,Und meine Welt auch, denn ich bin auch alt und finde einen normalen Tagesablauf und Ruhe in der Nacht sooooo wichtig.

© Karin Oehl
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So ein Sauwetter...

Davon hatten wir nun doch im Frühjahr mehr als genug. Wenige Tage war es warm vielleicht zu warm denn Mensch und Tier fühlten sich wie in den Sommer geschmissen. Und jetzt das!Der Mensch denkt und Gott lenkt auch so ein weiser Spruch meiner Großmutter. Ja, geplant war, dass am kleinen Tierheim meiner Freundin ein paar Arbeiten durchgeführt werden. Meinem Mann geht es gesundheitlich besser und er ist voller Tatendrang.Das ist mal nich umme Ecke! Frohgemut wurde das Auto vollgepackt, und ab ging es. Sonntag wurde noch ausgeladen und am Montag früh ging es los. Das Werk ging gut voran bis zum Nachmittag. Da zogen dicke Wolken auf. Der Wind nahm bedrohlich zu. Es gab ein dickes Gewitter, der Tag wurde fast zur Nacht. Ich war hiergeblieben und machte mir Sorgen. Da kam der Anruf, ich komme heim!"  Das Wetter war so schlecht geworden und der Wetterbericht versprach nichts Gutes.Auf dem Heimweg kam es besonders in einer langen Baustelle mit verengten Fahrspuren zu solch heftigen Sturmböen, dass mein Mann Mühe hatte, den Wagen in der Spur zu halten. Irgendwie war mir mittags eine Eingebung gekommen-; geh frühzeitig mit den Hunden raus!"Das war gut so, es stürmte schon ganz munter. Die Ohren der Hunde flogen und unser altes Mädchen wollte schon gar nicht mehr so freudig laufen. Wir alle waren froh, dann im Hause zu sein. Dann ging es auch schon los. Der Sturm pfiff und auch hier verdunkelte sich der Himmel, aus dem es dann fast kannenweise schüttete. Dazu blitzte und donnerte es gewaltig.Im Ort die Feuerwehr fuhr munter mit Alarm.  Was mag passiert sein? Gegen Abend hat sich das Wetter beruhigt, mein Mann kam zurück heil und wohlbehalten, aber doch von der Anstrengung der Fahrt gezeichnet. Heute Morgen nutzte er mit den Hunden eine Wolkenlücke um die Morgenrunde zu gehen, und nachmittags schien sich das Wetter beruhigt zu haben. Rasch schirrten wir die Hunde an und ab ins Auto und in den Wald. Ich hatte mir wieder die dickere Jacke angezogen, die Ohrenschützer und ja, sogar Handschuhe. Viele kleine und auch große Äste lagen am Boden und wo auch nur eine Vertiefung im Weg oder am Rand war, waren diese mit Wasser gefüllt.Nun, der Weg war gangbar, unsere Runde nicht sehr weit. Am Ende des Weges kamen die ersten Tropfen, eine dunkle Front kam näher und wir waren gerade am Auto, da öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete wie aus Kübeln.Wir haben noch Glück gehabt, wir waren nur wenig nass. Auf dem Weg sahen wir andere Leute mit Hunden, sie waren zum Wringen nass und Radfahrer erst, das Wasser lief ihnen quasi aus den Hosen in die Schuhe. Eine Haarwäsche war nicht mehr nötig, alles triefte, sie taten und richtig leid.Die Pfützen am Wegrand waren noch voller, durch eine mussten wir durch. Wir hatten eine richtige Unterbodenwäsche. Wo mögen all die Vögel und Tiere des Waldes gewesen sein? Kein Vogel sang, Fliegen sahen wir auch keine, kein Käfer am Boden, nichts Lebendiges. Ob das jemals ein Ende nimmt? Und was kommt dann? Wieder Hitze, Trockenheit????Petrus wird älter, er vergreist auch langsam und macht nichts mehr Gescheites.Wohl dem, der ein Zuhause hat, das unbeschädigt ist bisher und wohin man sich zurückziehen und wohl fühlen kann.

© Karin Oehl

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