
In Moskau warten Hunde
auf Herren, die nicht kommen.
Der Mond ist verschwunden,
die Sterne schweigen.
Der Krieg löscht Bedeutung,
hinterlässt nur
Leere ohne Wunsch.
Ein Karton am Straßenrand
bewahrt die Helden meiner Jugend,
vergilbt, vergessen –
Bestände ohne Nachfrage,
Erinnerungen im Lager der Zeit.
Gestern –
ein Gedicht,
das nicht geboren wurde,
weil deine Hand sich verschloss
und mir die Sprache nahm.
Die Wege schrumpfen,
werden erdig.
Das Wachsen lärmt,
durchbricht die Stille.
Heimatlos suche ich Zuflucht in Wörtern,
spreche mit Statuen,
mit Dichtern,
mit meinem Herzen
am Rand der Nacht.
Und manchmal
führt mich ein fremdes Leben
wie ein Kind an der Hand
zu einem leeren Ort –
wo Leere nicht nur Ende ist,
sondern Anfang.
© J. Laß
Leere ist nicht Ende,
Leere ist Anfang.
Sprache bleibt Heimat.
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„Die Spur der Leere“ ist ein Gedicht über Verlust, Erinnerung und die Suche nach Resonanz in einer Welt, die durch Krieg und Entfremdung ihre Bedeutung verliert.
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