Heimat in sturmbewegten Zeiten

Manche tun gerade so. als wären sie unübertrefflich
Schreien, beleidigen, Anstand scheint nebensächlich
Nennen sich dabei sogar noch Volksvertreter
Solche sind in allen Fraktionen vertreten, dies weiß ein jeder (?)

Einer spricht dem anderen die Ehre (?) ab
Bis zum Justizfall war es manches Mal recht knapp
Am Pult, so manches Gesicht vor Geifer glüht

Wenn der Redner seinen Brass  versprüht

Und wieder einmal entartet ein Vortrag in schrillen Tönen
Für den Betrachter/Zuhörer; Politik zum abgewöhnen
Des Wählers Empfindungen, sie scheinen Einerlei
Wenn er erleben muss, ne deftig-verbale Keiferei

Betrachtet man sich die dort vertretenen Bildungsstände
Schlägt verwundert, zusammen über den Kopf seine Hände
Es scheint auch,  so manche/r lebt in seiner eigenen Welt für sich alleine
Wollen ersticken, andersdenkender Menschen Meinung, schon im Keime

Diese Typen reden so, als hätten sie die Demokratie erfunden
Es mutet an, manchen fehlt es an Verstand, und zwar gesundem
Dem Wähler wird es Angst, vor solchem Gebaren
Denkt; es ist erreicht, die Grenze des zumutbaren

Wen wundert`s er enthält sich der Politik mit Grausen
Lässt auch den Wahlsonntag noch sausen
Da er sich fühlt, nur noch außen vor
Und reiht sich ein, in des Wahl-Verweigerers Chor

Ja, jedes Land in sturmbewegten Zeiten
Hat die Pflicht, darauf zu achten, dass ihm die Zügel nicht entgleiten
Gefragt sind Frauen/Männer mit Charisma
Die sich nicht verhalten, wie nach der Applikation eines Klysma*

*Rezeptfreies Abführmittel


© by Horst M. Kohl, Mai 2019

Poet, Menschen- und Naturfreund

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