Friedrich wächst mit seiner Traumwelt auf, er lebt in seinen Bildern, legt alle Kraft und Emotion in die Kompositionen aus Form und Farbe. In der Schule träumt er weiter. Sein Vater drängt ihn zur Ausbildung zum Industriemechaniker. Im Betrieb wacht Friedrich auf. Sein Verlangen nach Kunst wird größer. Niemand unterstützt ihn dabei. Mit der Kraft des Willens zeichnet er in jeder freien Minute. Für das Handwerk und das raue Betriebsklima ist er nicht geschaffen.
Bald flieht er als Straßenmaler nach Freiburg. Jeden Tag träumt er davon zurückzukehren, zu seiner Familie, zu der Frau, die er liebt...
In seinem ersten Buch „Die alltägliche Vernunft“ und seinem Kurzgeschichtenband „Grüne Windmühlen“ drehte sich bereits fast alles um die Kunst und das Künstlertum.In „Friedrichs Leidenschaften“ erleben wir den Protagonisten Friedrich als werdenden Künstler, der sich gegen Widrigkeiten durchsetzten muss. Dabei spricht Manuel Göpferich von einer kulturellen Revolution, vielleicht auch allgemein von der Anerkennung des Künstlers in der Gesellschaft. Ungeschönt und zugleich hoffnungsvoll schildert er die Erlebnisse und Gefühle eines jungen Mannes während seiner Lehrzeit.