Willkür durch Ämter

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Da platzt mir der Kragen...

so vieles habe ich gesehen und gehört von Menschen, die den Job verloren und im heutigen Strudel der Ämter versinken. Nicht selten gibt es das höchst menschenverachtende Willkür, durch die man sich des Arbheitssuchenden entledigt.

Um es gleich vorweg zu nehmen, wird es sicher wieder viele Leser geben, die behaupten, wer Arbeit will, bekommt sie auch, wenn er nur ein wenig kann und vorzuweisen hat. Nein, bekommt er nicht, auch wenn er viel vorzuweisen hat.

Ich selbst bin vor Jahren in den Strudel geraten, als das Unternehmen viele Leute entließ durch den Einbruch in der Stahlindustrie. Wer alt genug war, hatte Glück - der ging in Frühpension. Wer einen Partner hatte, gut so. Wer allein war und Kinder hatte, und/oder auch noch in einem bestimmten Alter war - der hatte leider Pech gehabt; zu der Gruppe gehörte am Ende auch ich. Lange beschäftige ich mich danach mit dem Phänomen Mobbing und konnte so später vielen dadurch Trost und Hilfe geben. Aber das ist hier nicht das Thema.

Ich hoffe nur, dass die Fälle, die jetzt aufgedeckt werden, Hilfe bekommen, doch so wie es scheint, wird es wieder im Sande verlaufen.

Eine Frau mittleren Alters, gerät in die Arbeitslosigkeit. Sie hat mittlerweile ihre beiden Töchter groß und diese haben Gott sei Dank einen Job gefunden. Sie ernähren sich selbst, so gut es geht. Die Mutter, die putzen ging oder ähnliche Hilfsarbeiten ausführte, suchte wieder einmal einen neuen Job, weil sie immer nur auf bestimmte Zeit Arbeit bekam.

Für die Neinsager unter uns sei gesagt, sie erschien dem Zuschauer als ordentliche Frau, sauber und freundlich und allein die Tatsache, dass sie trotz alledem die beiden Töchter großzog und sie lernen ließ und diese auch Arbeit beikamen, spricht schon für sie.

Eines Tages bekam sie eine Zuschrift von ihrem Arbeitsberater zur Vorstellung bei einem Amtsarzt. Doch stattdessen musste sie dann vor Ort einen Testbogen mit Psycho-Tests ausfüllen in Form von Zeichnungen und Fragestellungen. Einen Arzt sah sie nicht.

Einige Zeit später bekam sie einen Brief sowie ein Gutachten, welches sie in Erstaunen versetzte. Darin wurde ihr mitgeteilt, dass sie ab nun nicht mehr vermittelbar sei aufdem normalen Arbeitsmarkt und sie sich ab sofort in einer Behindertenwerkstatt um Arbeit bemühen müsse, da sie nicht voll zurechnungsfähig , sprich - geistig behindert sei. Somt sei sie von der Liste auf dem Arbeitsmarkt gelöscht.

Die Frau sah dies als einen schlechten Witz an und wollte es nicht glauben - und doch, auch als sie mit dem Reporter vorbei kam, wiederholte man dieses, wenn auch in abgeschwächter Form. Eine Begründung dafür konnte man nicht in Worte ausdrücken. Welche Behinderung die recht tatkräftige Frau beim Putzen, auch von Toiletten, haben sollte - wurde nicht erklärt- doch eines wurde erklärt:

DASS DIES DEN ARBEITSLOSENMARKT BEREINIGE - DA SIE DORT GESTRICHEN IST UND AB JETZT UNTER KOSTEN FÜR BEHINDERTER LAUFE -

UND SIEHE DA - JETZT IN EINER BEHINDERTENSTELLE BEKAM SIE DEN PLÖTZLICH DEN POSTEN ALS PUTZFRAU - NATÜRLICH FÜR VIEL WENIGER GELD; DASS NUN GARNICHT MEHR REICHTE ZUM LEBEN!

Der Reporter recherchierte weiter und fand schließlich heraus, dass dies kein Einzelfall sei und schon seit längerer Zeit Gang und Gäbe ist.

Ich hoffe, dass dies viele lesen und sich einen Reim drauf machen - hört hin und helft mit - wenn Menschen in eurer Nachbarschaft verzweifelt sind,

saget nein - mischt euch ein - saget nein ...

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Es ist soweit und nicht erst seit heut'
Der Mensch - ein Spielball der Ämter?

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amanfang 2 270

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